Drama, Frankreich 2024
Paris, zwei Tage vor dem entscheidenden Termin bei der Ausländerbehörde: Der junge Souleyman, aus Guinea stammend und "sans papiers", arbeitet illegal als Essenskurier. Tag für Tag fährt er mit seinem Fahrrad durch die Straßen der französischen Hauptstadt, immer auf der Jagd nach dem nächsten Auftrag.
Gleichzeitig bereitet er sich auf das Gespräch vor, das über seine Zukunft entscheiden wird. Um seine Chancen auf ein Bleiberecht zu erhöhen, prägt er sich die Geschichte ein, die seine Flucht erklären und den Antrag auf Asyl unterstützen soll. Doch mit jedem Tag wächst der Druck, bei der Befragung bestehen zu müssen, zumal seine Geschichte nicht die ganze Wahrheit ist ...
Regisseur Boris Lojkine zeigt das Leben eines Menschen, dessen Zukunft von wenigen Minuten in einer Behörde abhängt. Ohne Pathos und mit großer Nähe begleitet der Film seinen Protagonisten durch eine Stadt, in der Hoffnung und Verzweiflung oft nur eine Straßenecke voneinander entfernt liegen. "Souleymans Geschichte" ist ein eindringliches Sozialdrama über Würde, Identität und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben.
Originaltitel: L'Histoire de Souleymane
| Besetzung | ||
| Nina Meurisse | OFPRA-Beamtin | |
| Alpha Oumar Sow | Barry | |
| Ghislain Mahan | Ghislain | |
| Emmanuel Youvanie | Emmanuel | |
| Younoussa Diallo | Khalil | |
| Regie | Boris Lojkine | |
| Drehbuch | Boris Lojkine, Delphine Agut | |
| Kamera | Tristan Galand | |
| Produzent | Bruno Nahon | |
| Andere Personen | Schnitt: Xavier Sirven | |

Souleymane (Abou Sangaré, li.) ist ein junger Migrant aus Guinea, der in Paris lebt.
"Souleymans Geschichte" feierte 2024 Premiere in der Reihe "Un Certain Regard" der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Hauptdarsteller Abou Sangaré, der in der Rolle des Souleyman sein Schauspieldebüt gab, stammt selbst aus Guinea und ist von Beruf Mechaniker. Er wurde mit bedeutenden Preisen als bester Darsteller und bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet, zunächst in Cannes sowie mit dem César, dem Prix Lumière und dem Europäischen Filmpreis. Regisseur Boris Lojkine verbindet dokumentarische Nähe mit Spannung und rückt den harten, bisweilen verzweifelten Alltag von Asylsuchenden in den Mittelpunkt.