Drama, Deutschland/Mongolei 2020
Mitten in der mongolischen Steppe lebt der elfjährige Amra mit seiner Mutter Zaya, seinem Vater Erdene und seiner kleinen Schwester Altaa ein traditionelles Nomadenleben. Während sich Zaya um die Ziegenherde kümmert, arbeitet Erdene als Automechaniker und verkauft den selbst gemachten Käse auf dem Markt. Amra dagegen träumt von einem Auftritt bei der beliebten Talentshow "Mongolia's Got Talent", die bald ein Casting an seiner Schule organisiert.
Das friedliche Leben der Familie wird durch das Eindringen multinationaler Konzerne bedroht, die im großen Stil nach Gold suchen und den Lebensraum der Nomaden dabei rücksichtslos zerstören. Amras Vater Erdene ist der Anführer derer, die sich der Ausbeutung widersetzen und sich ihr Land und ihr Leben nicht wegnehmen lassen wollen. Er kämpft auch um Einigkeit unter den Nomaden, denn nicht alle haben den Mut, sich dem Widerstand anzuschließen. Ein Unfall, bei dem Erdene ums Leben kommt, ändert alles. Amra versucht, Verantwortung für die Familie zu übernehmen, und glaubt, den Kampf seines Vaters fortsetzen zu müssen.
"Die Adern der Welt" ist ein preisgekrönter Spielfilm sowie ein Pamphlet gegen die rein profitorientierte Ausbeutung eines Lebensraums und eine Politik, die das möglich macht.
| Besetzung | Bat-Ireedui Batmunkh | Amra |
| Enerel Tumen | Zaya | |
| Yalalt Namsrai | Erdene | |
| Algirchamin Baatarsuren | Altaa | |
| Regie | Byambasuren Davaa | |
| Drehbuch | Byambasuren Davaa, Jiska Rickels | |
| Kamera | Talal Khoury | |
| Musik | , Jan Miserre | |
| Produzent | Ansgar Frerich, Eva Kemme, Tobias N. Siebert | |
| Andere Personen | Schnitt: | |

Amra (Bat-Ireedui Batmunkh) gibt seiner Mutter Zaya (Enerel Tumen) sein selbst verdientes Geld. Zaya hat kein gutes Gefühl dabei.
Die mongolische Filmemacherin Byambasuren Davaa studierte an der Hochschule für Filmkunst in Ulan Bator und an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Ihr gemeinsam mit Luigi Falorni realisierter Dokumentarfilm "Die Geschichte vom weinenden Kamel" (2003) machte sie international bekannt und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis (2004) und einer Oscarnominierung (2005). Darauf folgten "Die Höhle des gelben Hundes" (2005) und "Das Lied von den zwei Pferden" (2009). Die ARTE-Koproduktion "Die Adern der Welt" wurde 2021 mit dem Deutschen Filmpreis für den besten Kinder- und Jugendfilm ausgezeichnet.