Tragikomödie, Deutschland 2021
"Ich denke manchmal, wir sollten uns trennen", gesteht Michael seiner Freundin Dina abends im Bett. Dina reagiert überrascht: Eigentlich verbindet sie doch vieles. Seit fünf Jahren sind die Schauspielerin und der Chirurg, beide Anfang 30, zusammen. Sie verstehen sich ohne Worte, sie lieben einander und finden dieselben Sachen egal. Trotzdem hegt Michael Zweifel an ihrer gemeinsamen Zukunft. Anders als Dina scheut er vor einem traditionellen Familienleben zurück. Die Beziehung zu seinem Vater, der hohe Ansprüche an ihn stellt und unnahbar erscheint, ist schwierig. Dina wiederum versucht, sich von ihrer extravaganten Mutter Beata abzugrenzen. Die findet ihre Arbeit als Künstlerin anscheinend wichtiger als die Beziehung zu ihrer Tochter.
Für Michael und Dina steht fest: Wie ihre Eltern wollen sie nicht werden. Dann wird Dina schwanger. Mit der Geburt des Kindes beginnt für sie und Michael eine neue Phase ihrer Beziehung. Gelingt es ihnen, gute Eltern zu sein? Dina sieht sich im Spagat zwischen Beruf und Familie. Sie möchte wieder schauspielern, nicht nur das Kind betreuen. Bei Michael tauchen unterdessen die alten Sorgen auf. Er grübelt, ob dieser Lebensweg für ihn der richtige ist - die Beziehung zu Dina, die Elternschaft. Zeit, um in Ruhe darüber zu reden, bleibt Dina und Michael inmitten des Alltagstrubels kaum. Ihre Gefühle treten unerwartet und in teils surrealer Gestalt hervor. Diese Momente werfen große Fragen auf: Verbindet das Liebespaar noch so vieles wie zuvor?
| Besetzung | Dina | |
| Alexander Khuon | Michael | |
| Isolde Barth | Gertrud | |
| Hanns Zischler | Joachim | |
| Nina Petri | Beata | |
| Regie | ||
| Drehbuch | , | |
| Kamera | Alexander Sass | |
| Musik | ||
| Kostueme | Juliane Maier | |
| Redaktion | Cooky Ziesche, , Manuel Tanner | |
| Produzent | Gabriele Simon, Martin Heisler | |
| Andere Personen | Schnitt: Vincent Assmann, Szenenbild / Bauten: Cosima Vellenzer, Ton: | |

Während Schwiegervater Joachim (Hanns Zischler) über den Klimawandel referiert, kämpft Dina (Anna Brüggemann) mit Übelkeit: Auf der Bootsfahrt haben sie und ihr Partner Michael große Neuigkeiten zu verkünden.
Schon im Film "3 Zimmer/Küche/Bad" haben Anna Brüggemann und Alexander Khuon das Paar Dina und Michael gespielt. Mit "Nö" schließt Regisseur Dietrich Brüggemann an seine Komödie aus dem Jahr 2012 an: Beide Filme porträtieren die Gegenwartsfragen eines akademischen Milieus mit ironischen Untertönen. "Nö" beschäftigt sich mit Liebe, Bindungsängsten, den Themen Kinderwunsch und Familienleben und stellt sich der Frage, ob man in einer gesunden Beziehung trotzdem nicht dauerhaft glücklich sein kann. Der Film feierte 2021 auf dem Filmfest München Premiere.