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Sa, 01.08.
1715 – 1745

BRF

Ein Sommer auf der Alpe Osterberg

Land und Leute, Deutschland 2022

Jedes Jahr, Anfang Mai, ziehen Jule und Tobi Milz mit ihren Kindern Thade, German, Rosina und der kleinen Madlena auf die Alpe Osterberg, die zwischen Tiefenbach bei Oberstdorf und dem Kleinwalsertal auf 1.268 Meter Höhe liegt. Den ganzen Sommer über ist die Hütte ihr Zuhause. Jule Milz versorgt Wanderer und Radfahrer mit frisch gebackenem Käsekuchen, Hüttenbrotzeiten und selbst gemachter Rhabarberschorle. Ihre Töchter helfen mit, im Stall, in der Hütte, beim Gemüseschneiden oder beim Bedienen der Gäste. Tobi Milz zieht als Hirte mit 170 Stück Jungvieh im späten Juli für bessere Weideflächen auf die höher gelegene und teils sehr steile Gatteralpe. Abschied zu nehmen, fällt ihm nicht immer leicht, ab nun sind Besuche bei Frau und Töchtern nur selten möglich. Oben am Berg ist das Hirtenleben abenteuerlich und vor allem körperlich zehrend. Zweimal täglich, selbst bei Sturm und Regen, schaut Tobi nach seinem Vieh, das sich weit über das felsige Gelände verteilt. Sein jüngster Sohn German und der vierzehnjährige Junghirte Jodok ziehen mit ihm hinauf auf die Gatteralpe. Sein Ältester, Thade, ist in dieser Zeit bereits selbst als Hirte im nahegelegenen Rappenalptal unterwegs.

Personen

Andere Personen Autor: Sandra Schlittenhardt, Kontakt: Yvonne Belohlavek