Drama, USA 1998
"Studio 54" erzählt die Geschichte des fiktiven 19-jährigen Shane O'Shea, der Ende der 1970er Jahre in den glamourösen New Yorker Club gelangt. Dort "entdeckt" ihn Clubbesitzer Steve Rubell und gibt ihm einen Job. Shane steigt in der Hierarchie der von Drogen, Sex und Exzessen geprägten Szene schnell auf. Ein auf wahren Begebenheiten basierendes Drama von Mark Christopher.
Das "Studio 54" schrieb Geschichte: Steve Rubell und Ian Schrager eröffneten 1977 in Manhattan den Club, der bald zum angesagtesten Ort der Stadt wurde. Die Reichen und Schönen New Yorks feierten dort zu Disco-Musik Partys, bei denen reichlich Alkohol und Drogen konsumiert wurden. Und wirklich jeder wollte dabei sein. Auch Shane, ein gut aussehender 19-Jähriger aus der Vorstadt, wollte Teil dieser Szene werden.
Als Shane total gestylt Einlass begehrt, wird er vom Türsteher aufgefordert, sein Hemd auszuziehen. Er kommt dem nach und zeigt her, was eine Frau, die er später abschleppt, als den Körper von Michelangelos David mit einem Botticelli-Gesicht beschreibt. Shane bekommt einen Job als Hilfskellner und steigt schnell zum Barkeeper auf. Nachdem er seinen sexuellen Marktwert entdeckt hat, wird er zu einem Star des Clubs. Ebenso kometenhaft wie sein Aufstieg und der des "Studio 54" erfolgt der Fall.
Originaltitel: 54
| Besetzung | Salma Hayek | Anita Randazzo |
| Ryan Phillippe | Shane O'Shea | |
| Mike Myers | Steve Rubell | |
| Neve Campbell | Julie Black | |
| Sela Ward | Billie Auster | |
| Breckin Meyer | Greg Randazzo | |
| Regie | Mark Christopher | |
| Drehbuch | Mark Christopher | |
| Kamera | Alexander Gruszynski | |
| Musik | Marco Beltrami | |
| Produzent | Ira Deutchman, Richard N. Gladstein, Dolly Hall, Harvey Weinstein | |
| Andere Personen | Schnitt: Lee Percy | |

Anita Randazzo (Salma Hayek) arbeitet als Tänzerin - hin und wieder tritt sie als Performerin auch im Studio 54 auf.
Der Film "Studio 54" basiert auf der schillernden Geschichte des New Yorker Clubs, der dafür berühmt war, ein Refugium für die Reichen und Schönen und all jene zu sein, die aufgrund von Herkunft, Geschlecht und Sexualität nicht ins Schema passten. Regisseur Mark Christopher wollte ursprünglich die LGBTQ-Community, die noch nicht so hieß, und die Bisexualität von Hauptfigur Shane stärker in den Mittelpunkt stellen. Doch Miramax und Harvey Weinstein machten ihren Einfluss geltend und ließen den Film umschneiden. Die Kritiken waren enttäuschend. Erst der 2015 veröffentlichte Director's Cut fand die verdiente künstlerische Anerkennung.