Dokumentarfilm, Deutschland 2024
In ihrem Dokumentarfilm, gefördert von der MFG, gewährt Jennifer Mallmann schonungslosen Einblick in die europäische Abschottungspolitik und die Mechanismen, die Geflüchtete kriminalisieren. Auf der griechischen Insel Lesbos begleiten sie und ihr Team den Bau eines neuen, hochgesicherten Flüchtlingscamps - fernab der Öffentlichkeit. Der Dokumentarfilm beleuchtet die Hintergründe des Brandes im Camp Moria 2020 und die Verurteilung von sechs jungen Afghanen. Im Zentrum steht der Briefwechsel zwischen Hassan, einem der Verurteilten, und der Regisseurin. Eine visuell eindringliche Anklage gegen ein System, das Schutzsuchende als Bedrohung betrachtet. Der Film verzichtet auf vordergründige Belehrungen und trifft damit den Nerv der Zeit - gerade in einer politisch aufgeheizten Debatte.
| Von | Jennifer Mallmann | |

Nach dem Brand von Moria im Jahr 2020 präsentierten die EU und die griechische Regierung ein neues "Lagerkonzept": Die Closed Controlled Access Centres (CCAC).