Kriminalfilm, Spanien / Frankreich / Italien 2018
Laura kehrt mit ihren Kindern aus Argentinien nach Spanien zurück, um an der Hochzeit ihrer Schwester teilzunehmen. Die ausgelassene Feier nimmt jedoch eine dramatische Wendung: Lauras Tochter Irene verschwindet spurlos. Während die Polizei nur zögerlich ermittelt, eskaliert die Situation innerhalb der Familie. Verdächtigungen, alte Ressentiments und ein lange gehütetes Geheimnis kommen ans Licht. Besonders die Beziehung zu Paco, Lauras Jugendliebe, der inzwischen ein Weingut führt, gerät ins Zentrum der Ereignisse. Was als festliche Zusammenkunft begann, entwickelt sich zu einem psychologisch intensiven Drama über Liebe, Schuld und unausgesprochene Wahrheiten.
Originaltitel: Todos Lo Saben
| Dienstag | 21.07. | 22:55 Uhr | MDR |
| Besetzung | Laura | |
| Javier Bardem | Paco | |
| Ricardo Darin | Alejandro | |
| Fernando | ||
| Bea | ||
| Imma Cuesta | Anna | |
| Elvira Minguez | Mariana | |
| Antonio | ||
| Regie | Asghar Farhadi | |
| Autor | Asghar Farhadi | |
| Andere Personen | Kontakt: Harald Steinwender | |
"Offenes Geheimnis" ist ein Film des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi, der für seine psychologisch präzisen Familiendramen international bekannt wurde, etwa mit dem Oscar-prämierten "Nader und Simin - Eine Trennung". Für "Offenes Geheimnis" arbeitete er erstmals mit einer europäischen Starbesetzung: Penélope Cruz, Javier Bardem und Ricardo Darín. Der Film ist eine spanisch-französisch-italienische Koproduktion und wurde 2018 als Eröffnungsfilm bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gezeigt. Im Zentrum steht die Dynamik einer Dorfgemeinschaft, in der verdrängte Konflikte, alte Geheimnisse und soziale Spannungen durch ein traumatisches Ereignis an die Oberfläche dringen. Besonders das Spiel von Cruz und Bardem - privat ein Paar - sorgte für mediale Aufmerksamkeit. Während Kritiker die intensive Atmosphäre und die schauspielerische Leistung lobten, empfanden manche die Geschichte im Vergleich zu Farhadis iranischen Werken als konventioneller. Thematisch bleibt der Regisseur jedoch seiner Handschrift treu: Er erzählt von Schuld, Vertrauen, unausgesprochenen Wahrheiten und den feinen Rissen im Gefüge von Familien und Beziehungen.