Drama, Deutschland 2019
1997: Dr. Arndt Wolf ist Biowaffenexperte und arbeitet für den Bundesnachrichtendienst. Da er drei Jahre im Irak verbracht hat, wird seine Einschätzung bezüglich eines möglichen Informanten verlangt: Der irakische Flüchtling Rafid Alwan behauptet nämlich, als Chemieingenieur in einer irakischen Regierungseinrichtung gearbeitet zu haben und Zeuge eines Unfalls mit Biowaffen geworden zu sein. Zum Schutz vor dem irakischen Geheimdienst benötige er nun dringend einen deutschen Pass, vorher könne er keine Informationen preisgeben. Nach und nach gewinnt Alwan Dr. Wolfs Vertrauen, der von der Idee besessen ist, dass im Irak - trotz der UN-Kontrollen - immer noch Anthrax-Biokampfstoff hergestellt wird.
In der Zwischenzeit bekommt der Informant Alwan vom BND eine Wohnung zugewiesen und schließlich auch den gewünschten deutschen Pass. Alwan bestätigt Wolfs These, dass die Produktion von Anthrax in rollenden Lastwagen stattfinde und daher von der CIA bisher nicht entlarvt werden konnte.
Für die Informationsbeschaffung lässt sich der BND - besonders Wolfs Vorgesetzter Schatz - auf nationaler und internationaler Ebene feiern. Intern freuen sich die deutschen Kollegen, noch vor der CIA auf Antworten gestoßen zu sein. Doch dann stellt sich schnell heraus, dass die Freude völlig fehl am Platz ist ...
| Besetzung | Sebastian Blomberg | Dr. Wolf |
| Dar Salim | Rafid Alwan | |
| Virginia Kull | Leslie | |
| Thorsten Merten | Schatz | |
| Michael Wittenborn | Retzlaff | |
| Franziska Brandmeier | Meg | |
| Regie | Johannes Naber | |
| Drehbuch | Oliver Keidel, Johnnes Naber | |
| Kamera | Sten Mende | |
| Musik | Johannes Naber | |
| Kostueme | Juliane Maier, Christian Roehrs | |
| Redaktion | , Uta Cappel, , Cornelius Conrad | |
| Produzent | Amir Hamz, Christian Springer, Fahri Yardim | |
| Szenenbild | Szenenbild: Tamo Kunz | |
| Andere Personen | Bauten: Tamo Kunz, Schnitt: , Adrienne Hudson, Ton: | |

Dr. Wolf (Sebastian Blomberg, li.) und Rafid Alwan (Dar Salim, re.) sind auf der Flucht vor der CIA.
"Curveball - Wir machen die Wahrheit" erzählt satirisch die wahre Geschichte einer Lüge, die von den USA aufgegriffen wurde, um einen Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen. Stimmig und fein durchdacht, läuft Johannes Nabers Spielfilm über die Begehrlichkeiten und Eitelkeiten der Geheimdienste auf eine Katastrophe hinaus, die auf lange Zeit unser reales Heute bestimmt. Der Regisseur wurde bereits für seinen Debütfilm "Der Albaner" (2010) mehrfach ausgezeichnet. "Curveball - Wir machen die Wahrheit" gewann beim Deutschen Filmpreis 2021 die Bronzene Lola in der Kategorie Bester Spielfilm; außerdem wurde Thorsten Merten in der Kategorie Beste männliche Nebenrolle für seine Darstellung des BND-Agenten Schatz ausgezeichnet.