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City vibes - Wie kühlen wir unsere Städte ab?
Reportage, Deutschland / Niederlande / Griechenland / Spanien 2026
Viel Beton, dichte Bebauung, wenig Grün: Im Sommer verwandeln sich Städte in Hitzefallen - für viele Menschen mit gefährlichen Folgen. Ideen für kühle und lebenswerte Städte sind gefragt.
Millionen Menschen leiden unter immer extremeren Temperaturen. Mit kluger Architektur, wiederentdeckter Technik und grünen Oasen versuchen Städte in ganz Europa, sich abzukühlen und fit für die Zukunft zu machen. Eine Reise zu wirksamen Lösungen gegen die Hitze.
In Delft entsteht das höchste Wohngebäude der Niederlande ohne Betonkern. So soll der ökologische Fußabdruck möglichst gering bleiben und weitere Erderwärmung vermieden werden. Architekt Tim Vermeend sieht die Baubranche in der Verantwortung: "Wir müssen Städte bauen, die Teil der Lösung sind und nicht Teil des Problems." Ein innovatives Begrünungskonzept unterstützt diese Vision. Dafür bringen Daan Grasveld und sein Team Bäume auf das Dach und die Balkone des zehnstöckigen Holzhochhauses, um es auf natürliche Weise zu kühlen. Im benachbarten Leiden wird zusätzlich Moos als Fassadenbegrünung getestet, um Hitze weiter zu reduzieren.
Während Nordeuropa seine Städte für die Hitze wappnet, erlebt Südeuropa sie bereits mit voller Wucht: In Athen steigen die Temperaturen im Sommer regelmäßig über 40 Grad Celsius. Die dicht bebaute Stadt hat kaum Bäume oder Parks, die für Abkühlung sorgen. Die Landschaftsarchitektin Dimitra Theochari erlebt jedes Jahr, wie stark die Hitze den Alltag einschränkt: "Athen muss dringend hitzeresilienter werden." Ein Ansatz sind Netzwerke aus kleinen grünen Oasen, sogenannte Tiny Forests. Sie sollen Schatten, Verdunstungskühle und Luftzirkulation bringen. Zudem testet die Stadt neue Straßenbeläge, die Sonnenstrahlen reflektieren - inspiriert von den weißen Häusern auf Kreta.
Im Kampf gegen die Hitze lohnt sich auch ein Blick in die Vergangenheit: In Sevilla verbindet das Team um María de la Paz Montero Gutiérrez jahrhundertealte, wasser- und erdbasierte Kühltechnik aus dem alten Persien mit moderner Technologie. Die Ingenieurin erklärt: "Mit unserer Arbeit wollen wir kühlende Orte schaffen, die vielen heißen Städten Entlastung bringen könnten." Aktuell entwickelt sie den Prototyp einer Bushaltestelle, die die Umgebungstemperatur spürbar senkt.
Unsere Städte sind Treffpunkt, Arbeitsplatz und Lebensraum zugleich - rund 77 Prozent der Deutschen leben in urbanen Gebieten. Sie angenehm zu gestalten, fördert sowohl die körperliche als auch die mentale Gesundheit. Sicherheit und Klimatisierung sind zentrale Stellschrauben, um unsere Städte lebenswerter zu machen. Wenn klassische Verbesserungsmethoden an ihre Grenzen stoßen, sind innovative Lösungen gefragt.
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Personen
ZDF/Sebastian Wagner1 / 12
Ob auf Dächer oder Balkone: Daan Grasveld liefert urbanen Dschungel.
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Mehr Natur in die Stadt bringen: Tim Vermeend (l.) und Daan Grasveld (r.) wollen die Baubranche grüner machen.
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Im Kampf gegen die Hitze: Politiker Nikos Chrysogelos und Landschaftsarchitektin Dimitra Theochari wollen Athen grüner machen.
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Mit einem mobilen Messlabor erfasst María de la Paz Montero Gutiérrez wie sich Hitze für Menschen an unterschiedlichen Standorten anfühlt.
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Auf den Balkonen dieses innovativen Holz-Hochhauses im niederländischen Delft wird es grün.
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Petros Ritsopoulos hat einen innovativen Pflasterstein entwickelt, der Athens Straßen vor Überhitzung schützen soll.
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Vom Parkplatz zum Mini-Wald: Viele kleine, grüne Oasen sollen das dicht bebaute Athen aufatmen lassen.
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Petros Ritsopoulos hat einen innovativen Pflasterstein entwickelt, der Athens Straßen vor Überhitzung schützen soll.
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Im niederländischen Delft werden das Dach und die Balkone eines innovativen Holz-Hochhauses umfassend begrünt.
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Ingenieurin María de la Paz Montero Gutiérrez von der Universität Sevilla arbeitet an einer natürlichen, wasserbasierten Kühltechnik für Städte.
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