Kriminalfilm, Frankreich 1982
Paul Kerjean hat sein Leben dem Journalismus verschrieben. Selbst sein Privatleben opferte er der Arbeit, so dass seine Ehe scheiterte. Dafür gelang ihm der Sprung von einer kleinen Regionalzeitung zur Pariser "La Tribune". Von Kerjeans Fähigkeiten als investigativem Journalist hat auch ein anonymer Informant gehört, der ihm in einem Parkhaus brisantes Material übergibt: Demnach ist Jacques Benoît-Lambert, Chef einer staatlichen Energiefirma, korrupt.
Tatsächlich findet Kerjean weitere belastende Fakten. Mit seiner Story schafft er es auf die Titelseite. Kurz darauf wird Benoît-Lambert tot aufgefunden. Kerjean bezweifelt bald, dass Benoît-Lambert sich, wie offiziell verlautbart, aus Scham selbst erschossen hat.
Bei seinen Recherchen stößt er auf den multinationalen Konzern G.T.I. und dessen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Paul Kerjean und seine Familie geraten in Gefahr. Doch er ist entschlossen, die Wahrheit über das Geschäftsgebaren der G.T.I. an die Öffentlichkeit zu bringen.
Originaltitel: Mille milliards de dollars
| Besetzung | Patrick Dewaere | Paul Kerjean |
| Michel Auclair | Michel Saint-Claude | |
| Jeanne Moreau | ||
| Caroline Cellier | ||
| Charles Denner | Detektiv | |
| Anny Duperey | Laura Weber | |
| Mel Ferrer | Cornelius A.Woeagen | |
| Jean-Pierre Kalfon | Informant | |
| Robert Party | ||
| Regie | Henri Verneuil | |
| Drehbuch | Henri Verneuil | |
| Kamera | Jean-Louis Picavet | |
| Musik | Philippe Sarde | |
| Produzent | Henri Verneuil | |
| Andere Personen | Autoren: , Lawrence Meyer, Schnitt: Pierre Gillette | |

Kerjeans Recherchen (Patrick Dewaere, li.) erzürnen mächtige Männer: Bald steht nicht nur seine berufliche Zukunft, sondern auch sein Leben auf dem Spiel. Der Mann mit dem Colt M1911 (Jean-Pierre Kalfon) ist allerdings nur ein Handlanger.
Regisseur Henri Verneuil (1920-2002), in Armenien geboren, floh als Kind mit seiner Familie nach Frankreich und avancierte in den folgenden Jahrzehnten zu einem der erfolgreichsten Regisseure des Landes. Vor seinem Filmschaffen arbeitete Verneuil unter anderem als Journalist. Prominent besetzt ist die Rolle des Kerjean mit Patrick Dewaere, dem Jungstar des französischen Kinos der 1970er Jahre. Zwischen 1976 und 1982 war er fast durchgehend für den César nominiert. "Tausend Milliarden Dollar" war sein vorletzter Film; er starb 1982 im Alter von nur 35 Jahren.