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So, 12.07.
2015 – 2140

arte

Ganz oder gar nicht

Komödie, UK / USA 1997

Nachdem ein altes Werbevideo eine bunte Vorstellung der Stadt Sheffield in den 1970er Jahren mit ihren qualmenden Hochöfen und der brummenden Schwerindustrie gegeben hat, setzt die Handlung in der tristen Realität der 1990er Jahre ein: Die Stahlwerke sind weitgehend stillgelegt; die Freunde Gaz und Dave sind arbeitslos und halten sich mit kleinen Diebstählen über Wasser. Es reicht noch nicht einmal, um das Geld für Gaz' Unterhaltszahlungen aufzutreiben. Doch dann fällt den Freunden eine Schlange von Frauen auf, die für eine Show der Chippendales anstehen. Gaz und Dave beschließen, ihre ehemaligen Arbeitskollegen zu motivieren, mit ihnen eine eigene Striptease-Show auf die Bühne zu bringen. Dazu überreden sie zunächst ihren ehemaligen Vorabeiter Gerald, der mit seiner Frau einen Tanzkurs besucht und deshalb prädestiniert für den Job des Choreographen scheint. Langsam findet sich eine bunte Truppe beruflich gescheiterter Männer zusammen, die, bis auf eine Ausnahme, kein gottgegebenes Talent zum Tanzen besitzen. Erschwerend kommt hinzu, dass Gaz ungeachtet des Schamgefühls seiner wenig körperbewussten Mitstreiter überall herumerzählt, dass man anders als die US-Stripper "the full monty" gehen wolle - sprich, sich komplett ausziehen werde. Als dann auch noch mehrere Tänzer bei den Proben in einer gesperrten Lagerhalle erwischt werden und der Polizei nur knapp in ihren noch knapperen String-Tangas entkommen, steht das Projekt vor dem Ende. Doch was keiner erwartet hat: Eine unerschütterliche Schar weiblicher Fans akzeptiert kein Nein ...

Originaltitel: The Full Monty

Personen

Besetzung Robert Carlyle Gaz
Tom Wilkinson Gerald
Mark Addy Dave
Lesley Sharp Jean
Emily Woof Mandy
Steve Huison Lomper
William Snape Nathan
Paul Barber Horse
Hugo Speer Guy
Regie Peter Cattaneo
Drehbuch Simon Beaufoy
Kamera John de Borman
Musik Anne Dudley
Produzent Uberto Pasolini
Andere Personen Schnitt: David Freeman, Nick Moore

Hintergrund

"Ganz oder gar nicht" war im Jahr 1997 der Überraschungserfolg des europäischen Kinos. Zusammen mit Filmen wie "Riff-Raff" von Ken Loach und "Brassed Off" von Mark Herman wurde eine eigene Marke geprägt: die britische Arbeiter-Tragikomödie als Antwort auf die ökonomischen und gesellschaftlichen Verwerfungen der Thatcher-Ära. Auf brillante Drehbücher gestützt, standen die Filme genauso kämpferisch für die Rechte und die Würde der Arbeitslosen ein, wie sie auf der anderen Seite eine komische Pointe nach der anderen bereithielten. Zahlreiche Bühnenfassungen mehrten den Kultstatus des Films.