Tragikomödie, Frankreich 2014
Zehn Jahre ist es her, dass Samba aus dem Senegal nach Frankreich gekommen ist, um seine Familie finanziell zu unterstützen. In Paris hält er sich seitdem mit schlecht bezahlten Hilfsjobs über Wasser. Als ihm in einem Restaurant eine feste Stelle in Aussicht gestellt wird, scheint ein geregeltes Leben erreichbar. Um seine Situation zu legalisieren, beantragt er eine Aufenthaltserlaubnis, die jedoch abgelehnt wird. Samba wird von der Ausländerbehörde festgesetzt und in Abschiebehaft gebracht. Dort begegnet er Alice, die sich nach einem Burn-out in einer Hilfsorganisation für Menschen ohne Papiere engagiert. Während sie für sich versucht, nach ihrem Zusammenbruch wieder Halt zu finden, lässt sie Sambas Schicksal nicht los. Nach seiner Entlassung taucht der in Paris unter und schlägt sich weiter mit prekären Arbeiten und der ständigen Unsicherheit und Angst vor Kontrollen durch. Je länger Samba in dieser Parallelwelt aus improvisierten Überlebensstrategien gefangen bleibt, desto mehr gerät auch sein Selbstbild ins Wanken. Zugleich entwickelt sich zwischen ihm und Alice eine vorsichtige Nähe.
Das Regieduo Olivier Nakache und Eric Toledano verbindet in "Samba" soziale Realität mit melancholischer Komik. Der Film erzählt von Arbeit, Identität und Zugehörigkeit, ohne seine Figuren auf Thesen zu reduzieren. Omar Sy verleiht der Titelfigur Charme und Verletzlichkeit.
Originaltitel: Samba
| Freitag | 10.07. | 14:00 Uhr | arte |
| Besetzung | Omar Sy | Samba |
| Charlotte Gainsbourg | Alice | |
| Tahar Rahim | Wilson | |
| Manu | ||
| Issaka Sawadogo | Jonas | |
| Marcelle | ||
| Christiane Millet | Madeleine | |
| Regie | Eric Toledano, Olivier Nakache | |
| Drehbuch | Eric Toledano, Olivier Nakache | |
| Kamera | ||
| Musik | Ludovico Einaudi | |
| Produzent | Nicolas Duval Adassovsky, Yann Zenou, Laurent Zeitoun | |
| Andere Personen | Autoren: Delphine Coulin, Schnitt: Dorian Rigal-Ansous | |

Der Film erzählt die Geschichte von Samba (Omar Sy, vorne), der als senegalesischer Migrant ohne gültige Aufenthaltspapiere versucht, sich in Paris durchzuschlagen.
Nach dem internationalen Erfolg von "Ziemlich beste Freunde" widmeten sich Olivier Nakache und Eric Toledano erneut einem sozialen Thema. Sie behalten dabei ihren charakteristischen Ton zwischen Komödie und Drama bei. "Heute bin ich Samba" beleuchtet die Mechanismen von Bürokratie, Ausgrenzung und prekärer Arbeit. Getragen wird der Film von einem markanten Ensemble und der Filmmusik von Ludovico Einaudi.