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Di, 30.06.
0100 – 0355

arte

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

Drama, Deutschland 2021

Berlin, 1931: Jakob Fabian arbeitet tagsüber als Werbetexter in einer Zigarettenfabrik, nachts zieht er mit seinem besten Freund Labude durch Kneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Im Gegensatz zu seinem wohlhabenden Freund bleibt Fabian dort ein distanzierter Beobachter. Mit dieser von Unsicherheit beherrschten Zeit, der sich Labude mit politischem Aktivismus entgegenzustellen versucht, kann Fabian nicht viel anfangen und kommentiert die Geschehnisse ironisch. Während sich Labude nach einer Trennung Hals über Kopf in Exzesse und Affären stürzt, lernt Fabian eines Tages die selbstbewusste Rechtsreferendarin Cornelia Battenberg kennen. Eine Frau, die eigentlich der Männerwelt abgeschworen hat und keine neue Beziehung sucht. Für Fabian aber ist sie der Lichtblick am düsteren Berliner Nachthimmel. Durch Cornelia gelingt es Fabian, für einen Moment seine pessimistische Grundhaltung abzulegen - bis auch er einer Entlassungswelle zum Opfer fällt. Er versucht, seine Arbeitslosigkeit vor Cornelia zu verheimlichen, die wiederum den Avancen des Filmproduzenten Makart nachgibt, der sie mit dem Versprechen einer großen Schauspielkarriere lockt. Während Cornelia ein Verhältnis mit Makart eingeht und beruflich Erfolg hat, kann Fabian nicht mit dem Arrangement leben und verlässt sie. Seine Welt gerät aus den Fugen. Schließlich kehrt er Berlin den Rücken und sucht bei seinen Eltern in Dresden Zuflucht. Doch auch dort holt ihn das Schicksal ein, und der Gang vor die Hunde nimmt seinen Lauf ...

Personen

Besetzung Tom Schilling Jakob Fabian
Saskia Rosendahl Cornelia Battenberg
Albrecht Schuch Stephan Labude
Meret Becker Irene Moll
Aljoscha Stadelmann Makart
Regie Dominik Graf
Drehbuch Dominik Graf, Constantin Lieb
Kamera Hanno Lentz
Musik Sven Rossenbach, Florian Van Volxem
Kostueme Barbara Grupp
Redaktion Daniel Blum, Olaf Grunert,
Produzent Felix von Boehm
Andere Personen Autoren: , Schnitt: Claudia Wolscht, Szenenbild / Bauten:

Hintergrund

Eine berührende Liebes- und Freundschaftsgeschichte in turbulenten und abgründigen Zeiten und gleichzeitig eine atmosphärische Momentaufnahme Berlins Anfang der 1930er Jahre - inszeniert von Dominik Graf auf der Grundlage der Urfassung des berühmten Romans von Erich Kästner. Mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl und Meret Becker prominent besetzt und mehrfach ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis . Eindrücklich vergegenwärtigt Dominik Graf inszenatorisch die Gefahr von Politikverdrossenheit und moralischem Niedergang, die aktueller denn je erscheint.