Dokumentation, Deutschland 2026
"Die BRAVO war das analoge Instagram".
Die BRAVO prägte über Jahrzehnte Millionen von Jugendlichen in Deutschland - mit Stars auf dem Titel, Postern an der Wand und sexueller Aufklärung von "Dr. Sommer". Die dreiteilige ARD-Doku-Serie "BRAVO - Headlines, Hypes und Herzschmerz" ist ab 23. Mai in der ARD Mediathek zu sehen und beleuchtet die Geschichte eines Massenphänomens - lange bevor Social Media aufkam.
Die Doku-Serie zeigt, wie BRAVO Stars erschuf und wie sie Idole ebenso schnell verschleißen konnte. Der frühere BRAVO-Chefredakteur Alex Gernandt schildert eine Medienwelt, in der jede Ausgabe Karrieren beeinflussen konnte. Jutta Stiehler berichtet über ihre Zeit bei der Kult-Rubrik "Dr. Sommer", die für Aufklärung stand, aber zunehmend die Grenze zum Voyeurismus verschob. Gleichzeitig wurden die Foto-Love-Storys expliziter und die Kritik an Inszenierungen und Rollenbildern wuchs. Die Doku-Serie zeigt auch, wie BRAVO vom wöchentlichen Leitmedium einer ganzen Generation - mit 1,5 Millionen verkauften Heften pro Woche in 1991 - zu einer von vielen Marken im Netz schrumpfte. Die Mechanismen, die das Magazin ausmachten - Selbstinszenierung, Fantum, Gemeinschaft - leben heute im digitalen Raum weiter.
| Montag | 01.06. | 23:05 Uhr | Das Erste |
| Dienstag | 02.06. | 05:00 Uhr | Das Erste |
| Mittwoch | 03.06. | 23:45 Uhr | BRF |
| Donnerstag | 04.06. | 00:15 Uhr | BRF |
| Donnerstag | 04.06. | 00:45 Uhr | BRF |