Das Erste
Spielfeld der Macht
Die WM in Trumps Amerika
Dokumentation, Deutschland 2026
Die Reise von "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni und Sportjournalist Philipp Awounou führt durch ein zutiefst gespaltenes Land. Im Vorfeld der Fußball-WM zeigt der bildstarke Roadtrip durch die USA, wie bedeutend Sport für die Identität des Landes ist - und wie Donald Trump wie kein Präsident vor ihm Sport politisch instrumentalisiert. Die Dokumentation "Spielfeld der Macht. Die WM in Trumps Amerika" ist ab 4. Juni in der ARD Mediathek verfügbar und läuft am 8. Juni um 20:15 Uhr im Ersten.
"Im Kern hat Sport auch etwas unpolitisch Vereinendes", sagt Philipp Awounou. Trotz aller politischen Dimensionen bleibe der Sport in den USA eine "willkommene Auszeit von politischen Debatten". Gleichzeitig stellt Ingo Zamperoni fest, dass selbst bei denjenigen, die sich sehr auf die Fußball-WM freuen, eine Unsicherheit mitschwingt: "Die Menschen haben eine Skepsis im Hinterkopf. Wird es wirklich ein Fest für alle?"
Die beiden Hosts bringen aufgrund ihres Alters, ihrer Herkunft und ihrer unterschiedlichen Erfahrungen mit den USA verschiedene Perspektiven in die Dokumentation ein. Ihre Begegnungen thematisieren unter anderem das brutale Vorgehen von Trumps ICE-Truppen, die angespannte Stimmung zwischen den USA und den WM-Partnerländern Mexiko und Kanada sowie die aktuellen Auswirkungen des Kriegs im Iran.
Klinsmann: "Fußballmannschaften haben einen Job - erfolgreich spielen"
Die Hosts treffen unter anderem Jürgen Klinsmann. Er ist Fußballweltmeister 1990, war Trainer der deutschen Nationalmannschaft sowie der US-Mannschaft und lebt seit Jahrzehnten in den USA. Er hat eine klare Meinung: "Fußballmannschaften, die zu einem Turnier anreisen, haben einen Job: erfolgreich Fußball zu spielen und nichts anderes." Von politischen Statements wie dem der deutschen Nationalmannschaft in Katar hält Klinsmann nichts.
Die Dokumentation lebt von vielen weiteren Begegnungen mit Menschen, die ganz unterschiedliche Perspektiven auf ihr Land und die Bedeutung des Sports einbringen. Mit Greg Blache, Zamperonis Stief-Schwiegervater, besuchen die Hosts ein NFL-Spiel der Green Bay Packers - ein Riesenspektakel. Der Ex-Football-Coach Blache beobachtet, wie der Sport in den USA immer stärker politisiert wird. Er blickt ernüchtert auf sein Land. "Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in einem Land leben würde, in dem Böswilligkeit, Bosheit und Niedertracht normal sind."
Weitere Begegnungen gibt es unter anderem mit: Ben Carrington , Dustin Jacoby (Kampfsportler & Trump-Anhänger), Ali Riley , Emily Austin (Influencerin & Trump-Fan), Jon "Big Nut" Peters (Hardcore Football-Fan).
In "Spielfeld der Macht" zeigen Philipp Awounou und Ingo Zamperoni im Vorfeld der Fußball-WM 2026, wie viel mehr als in früheren Jahren Politik auch den Sport durchtränkt. Sie erleben aber auch, wie der Sport Menschen über politische Grenzen hinweg zusammenbringen kann.
"Spielfeld der Macht" ist eine doclights-Produktion im Auftrag des WDR für Das Erste.
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