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Fr, 19.06.
1400 – 1530

arte

Das bleibt unter uns

TV-Drama, Deutschland 2023

Jana ist eine sich aufopfernde Ehefrau und Mutter in Berlin. Ihre Haushaltshilfe Natalia erleidet bei einer eiligen Besorgung einen schweren Unfall und fällt ins Koma. Natalias achtjährige Tochter Anna bleibt allein in Janas modernem Reihenhaus zurück. Als am Abend die Polizei bei ihr klingelt, verheimlicht Jana Natalias Kind. Ihr wird klar, dass sie über ihre junge Reinigungskraft aus der Republik Moldau kaum etwas weiß. Dazu kommt, dass Natalia schwarz für sie gearbeitet hat und illegal in Deutschland lebt. Gegen den Widerstand ihres ehrgeizigen Mannes Alexander - ein aufstrebender Politkandidat der Stadt - behält Jana Anna bei sich und ihren beiden Töchtern. Doch wann wird die Existenz der kleinen Anna auffliegen? Und wie steht es um Janas und Alexanders moralische Verantwortung in ihrem bequemen, gut situierten bürgerlichen Leben? Insbesondere Alexander muss sich als erfolgreicher Unternehmer und Politiker diesen Fragen stellen. Auf der einen Seite steht seine Arbeit, er engagiert sich für eine soziale und grüne Stadtpolitik. Andererseits vereinnahmt ihn das so sehr, dass er seine Familie vernachlässigt. Er pocht vehement darauf, ihre Verwicklung in Natalias Fall zu verheimlichen, um sein öffentliches Ansehen zu wahren. Jana fühlt sich von ihrem Mann alleingelassen. Auf der Suche nach Natalias Angehörigen sieht sie sich mit einer ihr unbekannten Welt konfrontiert: der prekären Lebenssituation osteuropäischer Arbeitsmigranten. Jana fasst den Entschluss, der kleinen Anna zu helfen - koste es, was es wolle.

Personen

Besetzung Hanno Koffler Alexander
Anna Unterberger Jana
Anna Cheban Anna
Britta Hammelstein Andrea
Selam Tadese Isi
Kristina Yaroshenko Natalia
Irina Fedorova Galina
Ivan Vrgoc Artur
Regie Verena S. Freytag
Drehbuch Frauke Hunfeld
Kamera Holly Fink
Musik Can Erdogan,
Kostueme
Redaktion Esther Hechenberger, Martin Gerhard
Produzent Lasse Scharpen, Lucas Schmidt
Szenenbild Szenenbild: Eduard Krajewski
Andere Personen Schnitt: Friederike von Normann, Bauten: Eduard Krajewski

Hintergrund

"Karamuk", der Debütfilm der Regisseurin und Drehbuchautorin Verena S. Freytag, erhielt 2004 beim Deutschen Civis Fernsehpreis für Unterhaltung die Auszeichnung als bester Spielfilm. 2011 wurde ihr Film "Abgebrannt" auf dem Max Ophüls Festival mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Schauspielerin Anna Unterberger stellte 2015 das Projekt "Sternenzeit" auf die Beine, um Geflüchteten in Griechenland zu helfen. So besteht eine Verbindung zu ihrer Figur Jana, die sich liebevoll um die kleine Moldauerin Anna kümmert. Auch Hanno Koffler erhielt bereits mehrere Nominierungen und Auszeichnungen für seine schauspielerischen Leistungen. So feierte die ARTE-Koproduktion "Die Saat" mit Koffler in der Hauptrolle ihre Premiere in der Reihe Perspektive Deutsches Kino bei der Berlinale 2021.