Anzeige

Mi, 03.06.
1225 – 1358

MDR

Glück im Hinterhaus

Drama, Deutsche Demokratische Republik 1980

Der gut situierte Bibliothekar Karl Erp , vierzig, zwei Kinder, führt seit Jahren eine langweilige Ehe. Die Liebe zu seiner jungen Praktikantin Fräulein Broder reißt ihn aus der Lethargie. Er sagt seiner Frau Elisabeth , dass zwischen ihnen nie Liebe gewesen sei, er sie nur geheiratet habe, um ihr einen Gefallen zu tun, und zieht zu Fräulein Broder. Von deren Nachbarin Frau Wolff , der einst besten Freundin von Fräulein Broders Mutter, zur Rede gestellt, verspricht er die Scheidung und spätere Hochzeit mit der jungen Frau. Doch der Auftrieb, den Karls Elan durch die neue Beziehung bekommen hat, erlischt im bescheidenen Alltag. Er bringt nicht die Kraft auf, ein neues Leben zu beginnen, sehnt sich nach der alten Bequemlichkeit zurück.

Weitere Ausstrahlungstermine

Dienstag 02.06. 22:55 Uhr
MDR

Personen

Besetzung Dieter Mann Karl Erp
Ute Lubosch
Jutta Wachowiak Elisabeth Erp
Peter Bause
Gerry Wolff Fred Mantek
Frau Wolff
Joachim Tomaschewsky Vater von Elisabeth
Fritz Diez Vater von Karl
Gisela Morgen Mutter von Elisabeth
Annemone Haase Frau Mantek
Ursula Werner
Fred Delmare Taxifahrer
Regie Herrmann Zschoche
Drehbuch Ulrich Plenzdorf
Kamera
Musik

Hintergrund

"Glück im Hinterhaus" entstand nach Günter de Bruyns Roman "Buridans Esel" (1968), der ihn in Ost und West bekannt machte. Es war die erste literarische Auseinandersetzung mit Verspießerung und Konsumideologie. Erzählt wird eine Dreiecksgeschichte, kammerspielartig inszeniert, die vor allem "das selbstgerechte, wehleidige und chauvinistische Verhalten des Mannes in der DDR und seinen politischen Opportunismus anklagt." Diesen midlife-kriselnden Bibliothekar Erp verkörpert Dieter Mann. Der Schauspieler, der mehr als 40 Jahre dem Deutschen Theater Berlin angehörte, schafft es, das unsichtbare Innere der Figuren mit seiner Ausdruckskraft dem Zuschauer zu offenbaren. Jutta Wachowiak, eine der besten Charakterdarstellerinnen der DEFA, spielt seine Ehefrau. Beide wurden damals als ideale Besetzung des Ehepaares von Kritik wie Publikum geschätzt. Nach dem Roman "Buridans Esel" von Günter de Bruyn