TV-Thriller, Deutschland 2016
Von jetzt auf gleich gerät das Ehepaar Anja und Frank Mendt beim Segelurlaub auf Rügen in einen Albtraum. Nur ein paar Minuten lassen sie den sechsjährigen Finn und die elfjährige Leila im Hafen des Ostseebades Binz allein. Als die Eltern zurückkommen, ist ihr Boot mitsamt den Kindern verschwunden. Sofort alarmieren sie die örtliche Polizei, deren Suche jedoch erfolglos bleibt. Deshalb übernimmt der LKA-Beamte Werner Kempin bereits nach wenigen Stunden den Fall. Unbedingt helfen möchte jemand, den Frank wegen einer Familientragödie aus DDR-Zeiten zutiefst hasst: sein Vater Herbert Winter, ein ehemaliger Stasi-Offizier, der nach der Wende den Polizeidienst verlassen musste. Er sieht beunruhigende Parallelen zu einer ungeklärten Entführung von Geschwistern aus dem Jahr 1988 und scheint richtigzuliegen. Deshalb willigt der erfahrene Kempin ein, dass sein früherer Kollege die alte Fährte wieder aufnimmt. Diese führt Winter zu weiteren Opfern und lässt Schreckliches ahnen. Bei seinen inoffiziellen Nachforschungen begleitet ihn neben der Polizistin Bentje Vogt auch Frank, dem es selbst in dieser Not schwerfällt, über seinen Schatten zu springen. Unterdessen wartet Mutter Anja mit LKA-Chef Kempin angespannt darauf, dass sich der Entführer meldet. Immer stärker wird die Befürchtung, dass es hier nicht um Lösegeld geht.
| Besetzung | Fabian Busch | Frank Mendt |
| Marleen Lohse | Anja Mendt | |
| Matthias Brandt | Bernd Peters | |
| Manfred Zapatka | Herbert Winter | |
| Georeg Arms | Finn Mendt | |
| Leila Mendt | ||
| Bentje Vogt | ||
| Hannes Wegener | Christoph Ninnemann | |
| Werner Kempin | ||
| David Allers | Michael Wenning | |
| Regie | Marco Kreuzpainter | |
| Drehbuch | Holger Karsten Schmidt | |
| Kamera | Peter Joachim Krause | |
| Musik | Eike Hosenfeld, Tim Stanzel, Moritz Denis | |

Der Entführer (Matthias Brandt) hat sich als Strassenkünstler verkleidet und spricht an der Strandpromenade den kleinen Finn (Georg Arms) an.
In das mörderische Psychospiel eines Entführers gerät eine Familie in dem Fernsehthriller "Sanft schläft der Tod" von Regisseur Marco Kreuzpaintner ("Trade - Willkommen in Amerika", "Krabat", "Bodies"). Zwei preisgekrönte Charakterdarsteller in Bestform liefern sich ein Duell auf Augenhöhe: Matthias Brandt ("Die zweite Frau", "Männertreu", "Das Geheimnis des Totenwaldes") als schwer durchschaubarer Serientäter und Manfred Zapatka ("Der große Bellheim", "Todesspiel", "KDD - Kriminaldauerdienst") in der Rolle des Verfolgers, der ihn zum zweiten Mal jagt und diesmal um das Leben der eigenen Enkel kämpft. Die Handlung nach dem Drehbuch des vielfach ausgezeichneten Holger Karsten Schmidt ("Mord in Eberswalde", "Auf kurze Distanz") spitzt sich auf die Frage zu, worum es bei dem Kindesraub wirklich geht.