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So, 17.05.
1005 – 1145

MDR

Jungfer, Sie gefällt mir

Komödie, Deutsche Demokratische Republik 1969

1792 im Kursächsischen. Die preußischen Grenadiere marschieren gen Frankreich, um dort den freiheitlichen Geist zu ersticken. Auf ihrem Weg dahin kommen sie auch durch ein sächsisches Dorf, in dem Richter Adam , ehemaliger Korporal der preußischen Armee, das Sagen hat. Und weil er mit allen Mitteln an die hübsche Ev herankommen will, lässt er nichts unversucht, den braven Schmied Ruprecht , der Ev heiraten möchte, zu den Soldaten zu verfrachten. Doch das ist leichter gedacht als getan. Als Adam eines Nachts das Fenster der schönen Jungfer geöffnet sieht, nutzt er die Gunst der Stunde, um bei dem Mädchen ins Kämmerlein zu steigen. Doch seine Vorfreude währt nicht lange, denn Ruprecht, Zeuge des unerlaubten Fensterlns, haut dem lüsternen Richter mit voller Wucht einen Krug über den Kopf. Während der arg lädiert das Weite sucht, glaubt Evs Mutter Marthe , Ruprecht auf frischer Tat ertappt zu haben und verklagt den Burschen. Damit setzt sie unwissend eine ganz andere Lawine in Bewegung und verhilft einem Dritten dazu, seinerseits zu flüstern: "Jungfer, Sie gefällt mir".

Personen

Besetzung Wolfgang Kieling Dorfrichter Adam
Monika Gabriel Ev
Jan Spitzer
Rolf Ludwig Schreiber Licht
Marthe Rull
Horst Schulze Justizrat Walter
Ingeborg Nass Annabella, seine Frau
Hauptmann
Agnes Kraus Liese
Rolf Hoppe Reitender Bote
Joachim Zschocke Wachtmeister Knoll
Nico Turoff
Elsa Grube-Deister Grete
Otto-Erich Edenharter Wirt
Albert Garbe
Wilhelm Burmeister
Hans Lucke Feldwebel
Georgi Kissimov Goldschmied
Hellmuth Knoch Baron
Regie
Drehbuch Jurek Becker,
Kamera Otto Hanisch
Musik Wolfram Heicking

Hintergrund

Ganz frei nach Heinrich von Kleists Lustspiel "Der zerbrochene Krug" - das er in den Jahren 1803 - 1806 schrieb und das im Hoftheater in Weimar 1808 uraufgeführt wurde - entstand diese DEFA-Komödie 1969 unter der Regie von Günther Reisch. Das Drehbuch schrieb der Regisseur gemeinsam mit dem Schriftsteller Jurek Becker. Sie verlegten die Handlung ins Sächsische und statteten sie filmisch mit wildbewegten Aktionen aus sowie einem für damalige Zeiten sehr flotten Filmschnitt. Am interessantesten ist aber das prominente Darstellerensemble, das eine große Anzahl von hervorragenden Schauspielern jener Zeit umfasst: So sind Marianne Wünscher, Agnes Kraus, Ingeborg Nass, Herbert Köfer und Rolf Hoppe mit von der Partie; Wolfgang Kieling als Dorfrichter Adam, Jan Spitzer als braver Schmied Ruprecht und Rolf Ludwig als Schreiber Licht geben ihrem komödiantischen Affen Zucker. Frei nach dem Lustspiel "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist