Dokumentation, Frankreich 2025
Die Gipsy Kings zählen zu den erfolgreichsten musikalischen Exporten Frankreichs. Die Band besteht aus Mitgliedern der Roma-Familie Reyes aus der Camargue, deren musikalische Wurzeln bis in die 1970er Jahre zurückreichen. Damals begleiteten die Söhne und ein Schwiegersohn den Flamencosänger José Reyes. Aus ihrer Interpretation der Rumba catalana entwickelte sich ein einzigartiger Sound, der Anfang der 1980er Jahre die Dancefloors weltweit eroberte. Ihr virtuoses Gitarrenspiel inspirierte Künstler wie Joan Baez und prägte später sogar Stars wie Rosalía.
Hits wie "Bamboléo", "Djobi Djoba" oder "Volare" stehen auch heute noch auf den Playlists in Frankreich, aber auch in Osteuropa, den Vereinigten Staaten und Japan. Doch hinter dem Erfolg verbirgt sich ein zerrissenes Familienunternehmen. Streit um Ruhm und Geld führte dazu, dass mehrere Gründungsmitglieder die Band verließen. Zwar sorgt die akkurate Aufreihung virtuoser Akustikgitarristen auf der Konzertbühne dafür, dass der Schein gewahrt bleibt, doch die Gipsy Kings sind heute eher eine Marke mit wechselnder Besetzung.
Die Dokumentation bietet seltene Einblicke: Die meisten Gründungsmitglieder sprechen erstmals offen vor der Kamera. Neben der bewegten Geschichte der Band analysiert der Film auch den Einfluss der Sinti- und Roma-Musik auf den globalen Latin-Pop.
| Regie | Richard Minier | |