Oper, Frankreich 2023
"Orpheus und Eurydike" wurde 1774 im Théâtre du Palais-Royal aufgeführt und zählt zu den berühmtesten Opern von Christoph Willibald Gluck (1714-1787). Die Uraufführung war schon 1762 am Burgtheater Wien. Der Komponist schildert in dem Stück farben- und emotionsreich die tragische Geschichte von Orpheus, der in die Unterwelt hinabsteigt, um seine geliebte Eurydike aus den Fängen des Todes zu befreien - vergeblich. In diesem kurzen, aber selten eindringlichen Werk steht jede Note, jede Melodie, jedes Rezitativ ganz im Dienste des Dramas.
Zur Aufführung durch das Ensemble Pygmalion in einer alten Fabrikhalle gelangt die von Hector Berlioz 1859 überarbeitete Fassung. Dirigent Raphaël Pichon und Bühnenbildner Eddy Garaudel machen aus Glucks Meisterwerk eine amerikanische Hochzeit. Chor und Orchester und das Publikum sind Teil des Spektakels, der fast wie ein Flashmob anmutet. Mit Blandine de Sansal in der Rolle des Orpheus, Jacquelyn Stucker als Eurydike und Julie Roset als Amor ziehen alle zusammen durch die Fabrik und in die Unterwelt.
Als Ort für die Inszenierung von Glucks Meisterwerk wählten Pichon und Garaudel die Halle 47 in Floirac, unweit von Bordeaux. Die alte, verlassene Fabrik verwandelt sich unter ihrer Ägide in einen farb- und endlosen Ort voller Geister, der auf wunderbare Weise die Irrungen und das tragische Schicksal von Orpheus und Eurydike versinnbildlicht.
| Besetzung | Blandine de Sansal | Orpheus |
| Jacquelyn Stucker | Eurydike | |
| Madison Nonoa | Amor | |
| Clara Prieur | Hochzeitsplanerin | |
| Kostueme | Vanessa Sannino | |
| Inszenierung | Eddy Garaudel | |
| Fernsehregie | ||
| Dirigent | ||
| Andere Personen | Komponist: Christoph Willibald Gluck, Orchester: Pygmalion, Chor: Pygmalion, Libretto: Hector Berlioz, : Bertrand Couderc, Licht: Bertrand Couderc | |