Dokumentarfilm, Lettland / Deutschland / Tschechische Republik / Estland 2019
Den Vater verraten oder das Vaterland? Vor diese Wahl wird die 19-jährige Studentin Ieva aus der Lettischen Sowjetrepublik gestellt, als sie mitten im Kalten Krieg ihren Vater und dessen neue Frau in den Semesterferien in den USA besucht. Offiziell arbeitet ihr Vater bei der UNO. Doch dann offenbart er ihr, dass er als Doppelagent für den KGB und für die CIA arbeitet. Jetzt will er ganz die Seiten wechseln und zu den Amerikanern überlaufen. Ieva muss sich sofort entscheiden: Will sie bei ihm in den USA bleiben oder wieder zurück in die UdSSR? "Ich war wie betäubt - alles war so unwirklich, wie in einem Spionagefilm." Ieva entscheidet sich zu bleiben, ohne zu wissen, ob sie jemals wieder ihre Freunde, ihre Mutter und ihre Heimat sehen wird.
"Die Tochter des Spions" erzählt ein berührendes Einzelschicksal aus dem Kalten Krieg, einer kaum noch real erscheinenden Epoche des Kräftemessens zwischen zwei Supermächten - einer Zeit, deren politischer Ernst uns heute tragisch, absurd und komisch zugleich erscheint.
Originaltitel: Spiegs, kurs mans tevs
| Von | Jaak Kilmi, Gints Grube | |

Mitten im Kalten Krieg besucht Ieva aus Riga ihren Vater in New York. Dort erfährt sie: Er ist Doppelagent für den KGB und für die CIA. Jetzt will er zu den Amerikanern überlaufen und stellt Ieva vor die Entscheidung, ob sie bei ihm bleiben will. Unter neuer Identität führt sie bis zum rätselhaften Tod ihres Vaters und dem Zerfall der Sowjetunion ein Leben wie in einem Spionagefilm. - Ieva und Imants Leöinska.