Musikerporträt, Frankreich 2023
Wenn er Klavier spielt, scheint er mit einer höheren Realität verbunden zu sein: Daniil Trifonov. Der am Moskauer Gnessin-Institut und am Cleveland Institute of Music ausgebildete Pianist eroberte die Klassikwelt sowohl als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter als auch als Komponist. Sein Leben besteht aus Reisen, Hotelaufenthalten und Konzertauftritten. Doch der Musiker unterbricht diesen hektischen Zeitplan regelmäßig, um Kraft zu schöpfen und neue Werke zu studieren, die sein Repertoire bereichern könnten. Diese Atempausen verbringt Daniil Trifonov in seinem Haus im US-Bundesstaat Connecticut unweit von New York.
Dort entstand auch das Porträt. Trifonovs Spiel, seine Bühnenpräsenz und seine Art, sich der Musik hinzugeben und auf sehr ausdrucksstarke visuelle Weise Besitz von ihr zu ergreifen, haben etwas Magisches. In Paris begleitet das Kamerateam den Künstler in den Chez Papa Jazz Club zu einer intimen, doch nicht minder spektakulären Darbietung von Prokofjews "Sarkasmen".
Auf der anderen Seite des Atlantiks interpretiert Daniil Trifonov im Musikzimmer seines Hauses Stücke von Chopin, Bach, Ravel und Tschaikowsky sowie andere Meisterwerke des musikalischen Weltrepertoires. In den Wäldern von Connecticut, aber auch im rastlosen New York spürt der Pianist seiner Geschichte nach und findet neue Inspiration.
| Regie | Denis Sneguirev, Christian Dumais-Lvowski | |

Der Film begleitet Daniil Trifonov auf einer intimen Reise vom Pariser "Papa Jazz Club" über die Straßen von New York bis hin zu seinem beschaulichen Haus und in die Wälder von Connecticut.
Daniil Trifonov, als Sohn einer Musikwissenschafterin und eines Komponisten 1991 in Nischni Nowgorod geboren, in Moskau und Cleveland ausgebildet, zählt spätestens seit 2011, als er sowohl die Arthur Rubinstein International Piano Master Competition in Tel Aviv gewann als auch mit der "Goldmedaille im Fach Klavier" beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau ausgezeichnet wurde, zu den weltweit gefragtesten Musikern unserer Zeit. Für das Album "Transcendental" mit Werken von Franz Liszt erhielt er 2018 seinen ersten Grammy Award.