TV-Satire, Deutschland 2019
Papa ist tot. Seit Jahren wollte er mit seinen Kindern nichts mehr zu tun haben, weil sie mit seiner Lebensführung nicht einverstanden waren. Jetzt alarmiert Tochter Linda ihre drei Brüder.
Alle versammeln sich samt Ehepartnern am Totenbett - einem roten Sofa im Wohnzimmer des Elternhauses. Der Vater, früher Chefarzt, verwitwet und an Parkinson leidend, hatte eine überbordende Altersvirilität entwickelt, in der seine Pflegerin eine große Rolle spielte.
"Die ungarische Hure" wird sie deshalb von den Geschwistern genannt, die um ihr Erbe fürchten. Zwischen Mitte 50 und Mitte 60 Jahre alt haben sie selbst ihr Leben ganz anders als die Eltern geführt. Nun könnten sie einen Erbanteil gut brauchen.
Es beginnt eine intensive Suche nach dem Testament, um es gegebenenfalls gleich wieder verschwinden zu lassen. Doch die sechs müssen auf den Anwalt warten, ausgerechnet Max "das Schwein", dem die gesamte Schar seit Jahrzehnten grollt.
| Besetzung | Leslie Malton | Linda |
| Joschi | ||
| Dominic Raacke | Jakob | |
| Michael Rotschopf | Uli | |
| Herbert Knaup | Fred | |
| Brigitte Zeh | Franziska | |
| Peter Maertens | Papa | |
| Tatiana Nekrasov | Anna Varga | |
| Max | ||
| Regie | Niki Stein | |
| Drehbuch | ||

Während die Geschwister auf den Anwalt warten, sind sie zum ersten Mal seit langem mit ihren Haltungen und Lebenweisen konfrontiert. Joschi (Joachim Król) betont seine Treue zu den altlinken kämpferischen Positionen, Selbstversorger Uli (Michael Rotschopf) betrauert das Zerbrechen seiner Kleinfamilie und glaubt seiner Schwester Linda (Leslie Malton) nicht, dass sie ihn wirklich trösten will, und Jakob (Dominic Raacke) gibt den Bohemien, den nichts erschüttern kann. Da ist Fred (Herbert Knaup) froh, noch Rotwein gefunden zu haben ?