Drama, Deutschland 2019
Nachdem der Matrose Martin Eden den jungen Arturo, Sprössling einer Industriellenfamilie, aus einer Schlägerei gerettet hat, wird er dankbar im Elternhaus des Jungen empfangen. Dort lernt er Elena kennen, Arturos schöne Schwester, und verliebt sich in sie. Die gebildete junge Frau aus gutem Hause wird zu seiner Obsession, auch da er in ihr die Repräsentantin einer Gesellschaft sieht, zu der er dazugehören möchte. Martin hat nur wenig Schulbildung und beschließt, sich als Autodidakt hochzuarbeiten.
Er liest viel und fasst das Ziel, Schriftsteller zu werden. So wird er allmählich zum Klassenaufsteiger und entfernt sich dabei von seinem ursprünglichen Umfeld, während er Elenas Familie und Freunden genauso fremd bleibt. Seine literarischen Anfänge sind mühsam, seine Kurzgeschichten werden systematisch abgelehnt und seine finanzielle Situation ist prekär. Martin und Elena beschließen, sich zu verloben, aber Elena ist schockiert von der rohen Lebensrealität, die er in seinen Kurzgeschichten schildert, und würde es vorziehen, er nähme eine Verwaltungsstelle in der Firma ihres Vaters an.
Als die politische und soziale Lage immer angespannter wird und die Streiks zunehmen, bricht Martin, immer mehr beeinflusst von der Theorie Herbert Spencers, mit der sozialistischen Idee und zieht ihr den Individualismus vor. Während aus ihm langsam ein anerkannter, aber desillusionierter Schriftsteller wird, entfernt er sich von Elena ... Regisseur Pietro Marcello verfilmte mit seinem zweiten Spielfilm Jack Londons Schlüsselroman.
Originaltitel: Martin Eden
| Besetzung | Luca Marinelli | Martin Eden |
| Carlo Cecchi | Russ Brissenden | |
| Jessica Cressy | Elena Orsini | |
| Vincenzo Nemolato | Nino | |
| Marco Leonardi | Bernardo Fiore | |
| Denise Sardisco | Margherita | |
| Carmen Pommella | Maria | |
| Autilia Ranieri | Giulia Eden | |
| Giustiniano Alpi | Arturo Orsini | |
| Regie | Pietro Marcello | |
| Drehbuch | Maurizio Braucci, Pietro Marcello | |
| Kamera | Francesco Di Giacomo, Alessandro Abate | |
| Musik | Marco Messina, Sacha Ricci, Paolo Marzocchi | |
| Produzent | , Pietro Marcello, Thomas Ordonneau, Beppe Caschetto, Michael Weber | |
| Andere Personen | Autoren: Jack London, Schnitt: , Fabrizio Federico | |
Der Film basiert lose auf dem gleichnamigen Roman von Jack London aus dem Jahr 1909. "Martin Eden" wurde für den Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspielen von Venedig ausgewählt, wo Luca Marinelli mit der Coppa Volpi als bester Darsteller ausgezeichnet wurde. Für Pietro Marcello, der in Neapel Malerei studierte und zunächst Dokumentarfilme drehte, ist es nach "Bella e perduta" (2015) der zweite Spielfilm.