Drama, USA 1993
Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht folgt Oskar Schindler 1939 den Besatzern nach Krakau. Der charmante Opportunist will im Chaos des Krieges Karriere machen: Er übernimmt eine beschlagnahmte Emailwarenfabrik, knüpft Kontakte zu NS-Funktionären, organisiert Material über den Schwarzmarkt und hält die Produktion mit Bestechung am Laufen. Auf Vorschlag seines Buchhalters Itzhak Stern setzt Schindler zunehmend auf jüdische Zwangsarbeiter aus dem nahen Krakauer Ghetto.
Für ihn zunächst ein kalkulierter Vorteil, für die Beschäftigten ein schmaler Schutz vor dem Zugriff der Behörden. Mit der Errichtung des Lagers Plaszow und der Räumung des Krakauer Ghettos macht die Gewalt des Systems auch nicht vor Schindlers Geschäft halt. Lagerkommandant Amon Göth entscheidet mit sadistischer Willkür über Leben und Tod; Deportationen, Selektionen und Erschießungen werden zum Alltag.
Inmitten dieser Eskalation verändert sich Schindlers Haltung: Seine Fabrik wird für viele zu einem Ort, wo sie Unterdrückung und Willkür entkommen können, weshalb Schindler beginnt, seine Stellung nicht nur für den eigenen Gewinn zu nutzen, sondern sich auch für seine Arbeiter einzusetzen. Als 1944 die Vernichtungspolitik ihren Höhepunkt erreicht, versucht Schindler, seine Arbeiter aus der unmittelbaren Gefahr herauszubringen. Der Plan wird zum Wettlauf gegen eine bürokratisch organisierte Mordmaschinerie.
Originaltitel: Schindler's List
| Besetzung | Liam Neeson | Oskar Schindler |
| Ben Kingsley | Itzhak Stern | |
| Ralph Fiennes | ||
| Caroline Goodall | Emilie Schindler | |
| Jonathan Sagall | Poldek Pfefferberg | |
| Embeth Davidtz | Helen Hirsch | |
| Regie | Steven Spielberg | |
| Drehbuch | Steven Zaillian | |
| Kamera | Janusz Kaminski | |
| Musik | John Williams | |
| Produzent | Steven Spielberg, Gerald R. Molen, Branko Lustig | |
| Andere Personen | Autoren: Thomas Keneally, Schnitt: Michael Kahn | |

Der opportunistische Geschäftsmann Oskar Schindler (Liam Neeson, re.) stellt den jüdischen Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley, li.) und weitere jüdische Arbeitskräfte zunächst nur ein, weil sie ihn weniger kosten.
Steven Spielbergs Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Keneally wurde für zwölf Oscars nominiert und gewann sieben davon, darunter in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Bestes Drehbuch. Die Inszenierung setzt bewusst auf Schwarz-Weiß, Handkamera und eine an Dokumentarbilder erinnernde Nüchternheit, vielfach an Originalschauplätzen gedreht. Steven Spielberg erzählt die wahre Geschichte mit präzisem Blick für Details und einer dichten, bedrückenden Atmosphäre - getragen von einem herausragenden Ensemble um Liam Neeson, Ralph Fiennes und Ben Kingsley.