Drama, USA 1976
Howard Beale, Nachrichtensprecher beim Sender UBS, wird aufgrund stark sinkender Zuschauerzahlen entlassen. Verzweifelt wendet er sich an seine Zuschauerinnen und Zuschauer, um seinen geplanten Suizid anzukündigen. Das Bild vom stoischen Moderator zerbricht, doch Beale erreicht sein Ziel: Die Zuschauerzahlen schnellen in die Höhe. Die Programmchefin ergreift die Gelegenheit beim Schopf, nimmt die Sendung wieder ins Programm und baut sie zu einer Sensationsshow aus. Howard Beale wird zum zornigen Propheten und prangert mit aller Schärfe Missstände in den USA an. Der Erfolg lässt nicht auf sich warten und die Einschaltquoten bleiben unverändert hoch. Beale steigert sich immer mehr in die Situation hinein und geht sogar so weit, Skandale innerhalb des Senders aufzuzeigen. Um den nun doch unbequem gewordenen Nachrichtensprecher loszuwerden und gleichzeitig die Einschaltquoten zu halten, verbündet sich Programmchefin Diana Christensen mit den übrigen Ressortchefs und greift zu drastischen Mitteln.
Originaltitel: Network
| Besetzung | Faye Dunaway | Diana Christensen |
| William Holden | Max Schumacher | |
| Peter Finch | Howard Beale | |
| Robert Duvall | Frank Hackett | |
| Wesley Addy | Nelson Chaney | |
| Jordan Charney | Harry Hunter | |
| Ned Beatty | Arthur Jensen | |
| Cindy Grover | Caroline Schumacher | |
| Darryl Hickman | Bill Herron | |
| Kathy Cronkite | Mary Ann Gifford | |
| Regie | Sidney Lumet | |
| Drehbuch | Paddy Chayefsky | |
| Kamera | Owen Roizman | |
| Musik | Elliot Lawrence | |
| Produzent | Howard Gottfried | |
| Andere Personen | Schnitt: Alan Heim | |
"Network" ist eine Satire auf die Fernsehsitten der 70er Jahre in den USA, wo man zu allem bereit war, um Auftraggeber für Werbesendungen zu bekommen. "Alles, was ich in 'Network' geschrieben habe, kann und wird sicherlich auch passieren. Das amerikanische Fernsehen macht vor nichts halt, um mehr Zuschauer zu bekommen", sagte seinerzeit Drehbuchautor Chayefsky, der seine Karriere als Journalist begonnen hatte. Der Krieg um die Einschaltquoten hat sich heute längst über die Grenzen der USA ausgebreitet und gehört weltweit zum Medienalltag.