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Mo, 06.04.
1530 – 1615

BRF

Zurück zur Wildnis - Naturwälder in Bayern

Natur und Umwelt, Deutschland 2022

Zu den neuen Schutzgebieten in Bayern gehören zwei der ältesten Wirtschaftswälder in Franken, die schon im Mittelalter als Jagdreviere und Holzlieferanten genutzt wurden. Einer ist der Naturwald Knetzberge-Böhlgrund im Norden des Steigerwalds mit nur 849 Hektar Fläche. Nach Ansicht einiger Fachleute ist das zu wenig, denn ein richtiger Urwald braucht viel Platz, um aus eigener Kraft eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu entwickeln. Der Irtenberger Wald bei Würzburg ist ein gepflegter Laubwald und ökologisch sehr wertvoll. Aber die Trockenheit der letzten Jahre hat ihm geschadet und nun vertrocknen die Rotbuchen. Da muss der Förster Wolfgang Schölch jetzt tatenlos zuschauen, hofft aber, dass im Lauf der Zeit robustere Baumarten nachkommen. Rund um den Donaudurchbruch bei Weltenburg ist der schöne alte Eichenbestand gefährdet. Denn junge Eichen kommen nur hoch, wenn man sie vor Wild schützt und für Licht sorgt. Dass man ausgerechnet hier einen Naturwald ausgewiesen hat, kann der Forstwissenschaftler Erwin Engeßer aus Kelheim nicht nachvollziehen. Das sehen die Befürworter des Naturwald-Prinzips anders: Es bleibt genug Platz für die deutsche Eiche, denn nur ein Zehntel des Staatswalds wird der Natur überlassen, hinzu kommen die Flächen der privaten Waldbesitzer. Umso wichtiger sind Naturwälder, die dem Klimawandel trotzen, sagen sie, und das könnten sie unbeeinflusst von Menschen besser.

Personen

Andere Personen Autor: Gabriele Mooser, Kontakt: Frida Buck