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frontal
Russlands Atomgeschäfte - Europa in der Falle
Dokumentation, D 2026
Nukleargeschäfte sind für den Kreml mehr als nur Geschäfte - sie sind Instrumente von Macht und Einflussnahme. "frontal" berichtet über Russlands Monopol und sein Einfluss auf Europa. Die EU hat bisher keine Sanktionen gegen den russischen Staatskonzern Rosatom verhängt. Denn der beliefert fünf EU-Länder mit Kernbrennstäben. Die sollen künftig auch im niedersächsischen Lingen gefertigt werden, mit russischem Know-how. Dagegen regt sich seit Jahren Protest. Dass es auch ohne Russland geht, zeigt die Ukraine: Sie bezieht Kernbrennstäbe inzwischen vom amerikanisch-kanadischen Konzern Westinghouse.
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Personen
ZDF/Lars Hoff1 / 3
Protest gegen den Einstieg des russischen Staatskonzerns Rosatom in Lingen.
ZDF/pieper/partner2 / 3
Für den russischen Präsidenten haben Nukleargeschäfte seines Staatskonzerns Rosatom Priorität, um weltweit Abhängigkeiten zu schaffen. So verkündete Putin bei einem russischen Energieforum im Oktober 2025: "Rosatom beherrscht etwa 90 Prozent des weltweiten Marktes für den Bau von Kernkraftwerken. 110 Kraftwerke russischer Bauart wurden weltweit gebaut. Russland ist das einzige Land der Welt mit der Expertise im gesamten Bereich der nuklearen Wertschöpfungskette."
ZDF/energoatom3 / 3
Das westukrainische Atomkraftwerk Rivne. Hier kommen Kernbrennstäbe des amerikanisch-kanadischen Konzerns Westinghouse zum Einsatz. Die Ukraine hatte sich als einziges osteuropäisches Land bereits im Jahr 2001 dazu entschieden, die Abhängigkeit von Russland zu beenden und beauftragte Westinghouse, die notwendigen sechseckigen Kernbrennstäbe für die Atomkraftwerke russischer Bauart zu entwickeln.
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