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Mo, 06.04.
0635 – 0805

MDR

Pünktchen und Anton

Familienfilm, Deutschland / Österreich 1953

Berlin um 1930: Der Strumpffabrikant Pogge und seine Frau Eva sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie kaum Zeit haben, sich um ihre neunjährige Tochter Pünktchen zu kümmern. Deren Erziehung überlassen sie dem Kindermädchen Fräulein Andacht . Pünktchens Freund Anton Gast dagegen muss gerade nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine kranke Mutter sorgen. Bis spät in die Nacht hilft der Zwölfjährige im Café Sommerlatte aus, damit sie über die Runden kommen. Als Anton vor Erschöpfung im Unterricht einschläft und sein Lehrer der Mutter einen Beschwerdebrief schreiben will, greift Pünktchen ein. Heimlich erzählt sie dem Lehrer von allem. Anton bekommt schulfrei, bis seine Mutter genesen ist. Um richtig gesund zu werden, müsste Frau Gast zur Erholung in die Berge fahren, doch dafür hat sie kein Geld. Da kommt Pünktchen auf eine Idee: Sie stibitzt zu Hause Streichhölzer und verkauft diese an einer Straßenecke. Die dabei verdienten 10 Mark steckt sie Anton unauffällig in die Jackentasche. Als dessen Mutter den Schein findet, glaubt sie, ihr Sohn hätte das Geld im Café gestohlen und bringt es zurück. Im Café Sommerlatte ist auch Fräulein Andacht oft zu Gast, um sich mit ihrem zwielichtigen Verehrer Robert zu treffen. Eines Tages beobachtet Anton, wie Robert aus ihrer Handtasche den Schlüssel zur Villa der Pogges entwendet und sich aus dem Staub macht. Am gleichen Abend sieht der Lausejunge Klepperbein Pünktchen, als armes Mädchen verkleidet, Streichhölzer verkaufen. Prompt verkauft er diese brisante Information an ihre Eltern.

Personen

Besetzung Sabine Eggerth
Peter Feldt Anton
Hertha Feiler Eva Pogge
Paul Klinger Fritz Pogge
Heidemarie Hatheyer Frau Gast
Annie Rosar
Jane Tilden
Hans Putz Robert
Michael Janisch Hollack, Chauffeur
Maria Eis
Claus Kaap Klepperbein
Herbert Kroll Oberlehrer Bremser
Hermann Erhardt Betrunkener
Polizei-Oberwachtmeister
Richard Eybner
Mitwirkende Das Orchester Carl de Groof,

Hintergrund

Erich Kästner schrieb den gleichnamigen Roman 1931. 22 Jahre später wurde er verfilmt. Seit Generationen ist die Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Mädchen aus reichem Elternhaus und dem Jungen einer armen alleinerziehenden Mutter ein Filmklassiker.