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Mo, 13.04.
2015 – 2150

arte

Der Chef

Gangsterfilm, Frankreich / Italien 1972

Im französischen Küstenort Saint-Jean-des-Monts fährt eine schwarze Limousine vor. Drei Männer steigen aus und begehen einen detailliert geplanten Bankraub. Doch es kommt zu einem Zwischenfall, einer der Gangster wird auf der Flucht angeschossen. Die Bankräuber bringen den schwer verletzten Komplizen in ein Krankenhaus. Da er ein Sicherheitsrisiko darstellt, lässt der Chef der Bande, Nachtclubbesitzer Simon, den Verwundeten durch seine Freundin Cathy töten. Wenig später trifft sich Simon mit einem alten Bekannten, Kommissar Edouard Coleman, der in Simons Bar gelegentlich Klavier spielt. Die beiden Männer ähneln einander, beide sind brutal, lieben den gleichen Whisky - und dieselbe Frau: Cathy. Der Polizist ahnt nichts von Simons Plänen, der mit dem Geld aus dem Überfall einen spektakulären Coup finanzieren will. Von einem Hubschrauber aus seilt sich Simon auf einen fahrenden Zug ab, um dem Drogenkurier Mathieu la Valise eine Lieferung Heroin abzujagen. Die Aktion gelingt, doch unglücklicherweise war Edouard ebenfalls hinter dem Rauschgiftschmuggler her. Sein ausgeklügelter Plan, dem Schmuggler eine Falle zu stellen, schlägt damit fehl. Der Flic ist sehr verärgert. Hat sein Spitzel etwa falsche Informationen geliefert? Edouard geht der Sache nach und kommt bald dem eigenen Freund auf die Schliche ...

Originaltitel: Un flic

Personen

Besetzung Alain Delon Kommissar Edouard Coleman
Catherine Deneuve Cathy
Richard Crenna Simon
Riccardo Cucciolla Paul Weber
Pauls Frau
Mathieu la Valise
Regie Jean-Pierre Melville
Drehbuch Jean-Pierre Melville
Kamera Walter Wottitz
Musik Michel Colombier
Produzent Robert Dorfmann
Andere Personen Schnitt:

Hintergrund

Jean-Pierre Melvilles formvollendete Gangsterballade mit Alain Delon, Catherine Deneuve und Richard Crenna verwischt die Grenzen zwischen Gesetz und Unterwelt. In "Der Chef" halten Action und Atmosphäre einander perfekt die Waage. Das letzte Werk des französischen Meisterregisseurs fasziniert als Stilübung, zu deren grandiosen Höhepunkten die atmosphärische Anfangssequenz mit ihrem kühl und präzise geschilderten Banküberfall zählt.