Infomagazin, Frankreich 2022
Wer sündigt, der züchtigt sich ... Die Peitsche als Instrument der Disziplinierung und Buße rückte mit den mittelalterlichen Geißlerumzügen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die sogenannte Flagellation war eine Vergegenwärtigung des Leidens Christi und zugleich ein Reinigungsritual. Die Selbstgeißelung sollte böse Leidenschaften bekämpfen, aber den sündigen Menschen auch erneuern und geistig erhöhen.
Erzieherische Gründe dienten bis weit ins 20. Jahrhundert auch zur Rechtfertigung körperlicher Züchtigung von Kindern und Jugendlichen. Spätestens mit dem Marquis de Sade bekam die Peitsche zudem einen erotischen Anstrich, und der mit Schmerzen verbundene Lustgewinn entwickelte sich zu einer eigenen Sexualpraktik. Die Geschichte der Peitsche - zwischen Sünde und Genuss.
| Regie | Adrien Genoudet | |

Historikerin Elisabeth Lusset ist Spezialistin für das Kirchenregiment im Mittelalter.
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