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Sa, 04.04.
0125 – 0320

BRF

Das Piano

Liebesfilm, Australien / Neuseeland / Frankreich 1993

Neuseeland, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die stumme schottische Auswanderin Ada muss mit ihrer neunjährigen Tochter Flora eine ganze Nacht in einer einsamen Bucht an der Küste Neuseelands warten, bis der Farmer Stewart die beiden abholt. Adas Vater hat die junge Frau gegen ihren Willen mit Stewart verheiratet. Trotz ihrer flehentlichen Bitten lässt ihr neuer Ehemann Adas geliebtes Piano am Strand zurück und bringt Mutter und Tochter auf sein Anwesen im Regenwald. Dort treffen sie einen ihrer neuen Nachbarn: Baines, ein verschlossener, eigenwilliger Einwanderer, dessen Maori-Tätowierungen im Gesicht zeigen, dass er zwischen der Welt der weißen Siedler und der Kultur der Einheimischen lebt. Im Gegensatz zu Adas unwirschem Ehemann erkennt Baines schnell, was das Piano der jungen Frau bedeutet. Er bringt das Musikinstrument in seinen Besitz und schlägt Ada vor, sich das Piano "zurückzuverdienen", wenn sie seinen sexuellen Avancen nachgibt. Widerwillig lässt sich Ada auf den Handel ein. Doch bald genießt sie Baines' Zärtlichkeit.

Originaltitel: The Piano

Personen

Besetzung Holly Hunter Ada
Harvey Keitel George Baines
Sam Neill Stewart
Anna Paquin Flora
Kerry Walker Tante Morag
Genevieve Lemon Nessie
Tungia Baker Hira
Regie Jane Campion
Andere Personen Kontakt: Harald Steinwender

Hintergrund

Holly Hunters Darstellung der stummen Ada und ihres Ausbruchs aus den Fesseln der prüden viktorianischen Moral wurde zur Meisterleistung in der Karriere der US-amerikanischen Schauspielerin und brachte ihr auf den Filmfestspielen Cannes 1993 die Auszeichnung als Beste Darstellerin ein. Auch Harvey Keitel und Sam Neill leisten in den männlichen Hauptrollen Außerordentliches. Die neuseeländische Regisseurin Jane Campion gewann mit "Das Piano" als erste Frau in Cannes die "Goldene Palme". Die Kritiker reagierten fast einhellig begeistert, auch beim Publikum wurde das rauschhaft schön gefilmte Melodram zum Erfolg - obwohl Campion auf viele Konventionen des Melodrams verzichtet. Vielmehr setzt sie bis zum Schluss auf die Kraft der eindringlichen Bilder und von Michael Nymans meisterlicher Filmmusik.