Dokumentation, D 2026
Wo die Lust auf Intimität am Anfang der Beziehung kaum zu stillen ist, entsteht später oft ein Ungleichgewicht: Eine Person will oft mehr Nähe als die andere - und das belastet beide.
Psychologe Leon Windscheid trifft die Studentin Johanna, die wegen einer chronischen Erkrankung weniger Nähe sucht als ihr Partner. Im Gespräch mit Dr. Christoph Joseph Ahlers zeigt sich, dass hinter einfachem Verlangen oft tiefere Bedürfnisse stehen.
Wie viel Nähe brauchen wir, und was machen wir, wenn ein Ungleichgewicht in der Libido entsteht? Bei einer Analyse mehrerer Studien kam heraus, dass nur bei 6 Prozent der befragten Paare ein Gleichgewicht des sexuellen Verlangens vorliegt.
Doch was macht das mit einem Paar, wenn der eine mehr und der andere weniger will? Zusammen mit Dr. Christoph Joseph Ahlers, einem klinischen Sexualpsychologen, sucht Leon Windscheid nach Lösungen. Oft sind es in Beziehungen nämlich seltener die reine Lust auf Sex und Orgasmus, sondern mehr ein Verlangen nach Aufmerksamkeit und Nähe, die zu Spannungen führen.
Leon Windscheid lädt Menschen aus allen Altersgruppen zu einem Sozialexperiment ein, in dem sie ihre persönlichen Erfahrungen und Kämpfe mit dem Thema Lust in Beziehungen teilen. Bewegende Geschichten führen zu überraschenden Erkenntnissen und zeigen einmal mehr: Wir reden viel zu selten offen über Sex. Das weiß auch Dr. Laura Hatzler, die am sexualwissenschaftlichen Institut der Charité in Berlin forscht und Leon erklärt, wie Lust im Körper eigentlich entsteht und was dazu führen kann, dass sie komplett ausbleibt.
| Moderator | Leon Windscheid | |