Dokumentation, Frankreich 2026
Der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz geben sich zwei Jahre Zeit, "um Europa zu retten". Die Anfänge dieser anspruchsvollen Mission sind vielversprechend. Der im Mai 2025 frisch ernannte Bundeskanzler zeigt sich sofort überzeugt von den geopolitischen Ansichten des seit acht Jahren amtierenden französischen Präsidenten. Gemeinsam wollen sie den deutsch-französischen Motor im Dienst der strategischen Souveränität Europas wieder ankurbeln. Doch schon bald holt die Wirklichkeit sie ein. Der russische Präsident Wladimir Putin scheint seine Machtansprüche auf den Rest Europas auszuweiten. Auch im Westen herrscht Unsicherheit: Der unberechenbare US-Präsident Donald Trump wird zu einem feindseligen Verbündeten.
Die Dokumentation führt von Paris über Berlin, Brüssel, Kopenhagen und Kiew bis nach Washington, Kanada und Moldawien. Angesichts der autoritären Strukturen in den USA, Russland und China hat die EU mit langwierigen Entscheidungsprozessen und Uneinigkeit unter den 27 Mitgliedstaaten zu kämpfen. Emmanuel Macron sieht sich indes mit politischen und budgetären Krisen konfrontiert.
Die beiden Staatsmänner finden keine gemeinsame Linie, und ihre Meinungsverschiedenheiten gipfeln schließlich in den Unstimmigkeiten über das Mercosur-Abkommen. Paradoxerweise nähern sie sich erst durch Donald Trump wieder einander an: Seine Drohungen gegenüber Grönland bringen Deutschland und Frankreich dazu, geeint ihre Stimme zu erheben.
| Regie | Manuel Saint-Paul | |