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So, 05.04.
0010 – 0205

arte

Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion
Mit dem Thomanerchor Leipzig

Geistliche Musik, Deutschland 2023

Am Karfreitag des Jahres 1724 umrahmte ein neues Werk des ebenfalls neuen Thomaskantors den Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche: die "Johannes-Passion". Das musikalische Drama beginnt mit dem ersten Ton. Über einen pochenden Bass und unruhig vorantreibende Streicher schrauben sich Oboen und Flöten in schmerzvollen Dissonanzen hervor. Eine Musik, als würde sich eine gepeinigte Seele in ihrer Qual winden. Wenn auf dem Höhepunkt dieses monumentalen Aufbaus der Chor einsetzt, klingt das wie ein Schrei, der Leid und Erlösung in einem ist. Erzählt wird - nach dem Evangelium des Johannes - von der Gefangennahme, Hinrichtung und Grablegung des Jesus von Nazareth. Mit einem mächtigen Chorsatz hat die Passion begonnen, mit einem zarten, innigen endet sie. Und der zieht eine Art Resümee dessen, was da in den vergangenen zwei Stunden zu erleben war. Durch den Opfertod Christi wird den Sterblichen das Tor zum Himmel, zur Erlösung aufgestoßen. Die "Johannes-Passion" von Johann Sebastian Bach zählt zu den berühmtesten sakralen Werken der Musikgeschichte. Nachdem fast das ganze OEuvre des Thomaskantors nach dessen Tod in Vergessenheit geriet, wurde das Werk erstmals 1832 in Bremen wiederaufgeführt. Seitdem gehört die Passion zum Standardrepertoire in Kirche und Konzertsaal.

Personen

Regie Ute Feudel
Mitwirkende Anna Prohaska (Sopran), Andreas Scholl (Countertenor), , , Tobias Berndt (Bass), Raphael Wittmer (Tenor)
Dirigent Andreas Reize
Andere Personen Chor: Thomanerchor Leipzig, Orchester: Gewandhausorchester Leipzig