Psychothriller, USA 1999
Nachdem seiner Frau bei einem FBI-Einsatz stirbt, lebt Professor Michael Faraday ein zurückgezogenes Leben. Erst die Begegnung mit seinen neuen Nachbarn reißt ihn aus der Lethargie: Der charismatische Oliver Lang scheint etwas zu verbergen. Als Faraday beginnt, Unstimmigkeiten zu sammeln, verdichten sich seine Zweifel zu einer beunruhigenden Theorie über inländischen Terrorismus.
Je tiefer er gräbt, desto stärker isoliert er sich - beruflich wie privat. Fakten werden zu Indizien, Zufälle zu Beweisen. "Arlington Road" entfaltet sich als beklemmender Thriller über das fragile Verhältnis von Sicherheit und Freiheit und stellt die unbequeme Frage, wie leicht Angst instrumentalisiert werden kann. Der Film lebt von seiner konsequenten Zuspitzung und einem Finale, das jede Gewissheit zerstört.
Originaltitel: Arlington Road
| Besetzung | Jeff Bridges | Michael Faraday |
| Tim Robbins | Oliver Land | |
| Joan Cusack | Cheryl Lang | |
| Hope Davis | Brooke Wolfe | |
| Robert Gossett | FBI-Agent Whit Carver | |
| Mason Gamble | Brady Lang | |
| Spencer Treat Clark | Grant Faraday | |
| Regie | Mark Pellington | |
| Andere Personen | Kontakt: Harald Steinwender | |

Für den misstrauisch gewordenen Michael Faraday (Jeff Bridges) wird das Beschatten seines Nachbarn Oliver Lang zur Obsession. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.
Regisseur Mark Pellington setzt auf eine nüchterne Inszenierung, die den Zuschauer permanent in Unsicherheit hält. Besonders bemerkenswert ist die Perspektive: Erzählt wird nicht aus Sicht der Täter oder der Behörden, sondern aus der eines Mannes, dessen Bedürfnis nach Sinn und Kontrolle ihn zunehmend angreifbar macht. Dadurch wirkt "Arlington Road" erschreckend aktuell - als Studie über Radikalisierung, Manipulation und die Gefährlichkeit vermeintlicher Gewissheiten.