Politik, D 2026
Hochrechnungen und Analysen:
Stefan Leifert und die Forschungsgruppe Wahlen e.V., Mannheim
Bei den letzten zwei Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz sah es lange so aus, als könnte die CDU die Staatskanzlei nach 1991 zurückerobern. Beide Male entschied die SPD die Wahl für sich.
Auch 2026 liegt die CDU in Umfragen seit Monaten vor der regierenden SPD. Und abermals, wenige Wochen vor dem Wahltermin am 22. März, beginnt der Vorsprung zu schmelzen. Kann SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer die Aufholjagd gelingen?
Es ist wieder der Zweikampf um die Staatskanzlei zwischen SPD und CDU und es könnte wieder knapp werden. Zwischen dem amtierenden Ministerpräsidenten Schweitzer, der im vergangenen Juli das Amt von Malu Dreyer übernahm, und Gordon Schnieder, dem Landes- und Fraktionsvorsitzenden der CDU. Der eine kämpft im Haustürwahlkampf weiter um Bekanntheit, der andere kämpft gerade mit unpopulären Schlagzeilen aus der eigenen Partei über Lifestyle-Teilzeit und Zahnarztkosten.
Das Duell steht im Fokus in diesen Wochen. Daneben geht es um die Frage, wie stark die AfD wird und ob sie sogar auf Platz zwei landen könnte. Spitzenkandidat Jan Bollinger fordert unter anderem eine schärfere Migrationspolitik und die Rückkehr zur Atomkraft.
Die beiden Ampelpartner der SPD, FDP und Grüne, sind mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen im Wahlkampf. Während die Grünen mit Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder als Spitzenkandidatin auf stabile Umfragewerte setzen kann, kämpft Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt mit ihren Liberalen auch in Rheinland-Pfalz mit der Fünf-Prozent-Hürde.
Genauso wie die Freien Wähler, die 2021 überraschend den Einzug in den Landtag schafften, nun aber nach internem Streit und dem Verlust des Fraktionsstatus um den Wiedereinzug kämpfen müssen. Gelingen soll das mit Europapolitiker Joachim Streit als Spitzenkandidat.
Mit mehr Zuversicht können die Linken auf den Wahltag schauen. Wenn für die Partei und deren Spitzenfrau Rebecca Ruppert alles weiter nach Plan läuft, könnte die Linke erstmals in den Mainzer Landtag einziehen.
Es sieht bei mehreren Parteien nach einem Wahlabend der knappen Entscheidungen aus - mit besonderem Fokus auf SPD und CDU.
2016 sah Julia Klöckner bis zehn Tage vor Wahltermin nach der klaren Siegerin aus. 2021 lag CDU-Mann Christian Baldauf über Monate immer auf Platz eins der Umfragen, wenige Wochen vor Wahltermin kippte die Stimmung. Am Ende gewann die SPD - mit Malu Dreyer. Für die Hälfte der Wähler war vor fünf Jahren die beliebte Ministerpräsidentin der Grund, SPD zu wählen.
Konnte Alexander Schweitzer sich in den vergangen Monaten einen ähnlichen Amtsbonus erarbeiten? Bleibt die Staatskanzlei weitere fünf Jahre in SPD-Hand? Wie stark wird die AfD und wie schneiden die kleineren Parteien ab?
Das ZDF sendet an diesem Abend live vom Helmut-Kohl-Platz, vis-à-vis vom Landtag.
Die ZDF-Politikchefin Shakuntala Banerjee begleitet die Zuschauerinnen und Zuschauer durch diesen Wahlabend. An ihrer Seite Parteienforscher Karl-Rudolf Korte und heute-journal-Leiter Stefan Leifert, der gemeinsam mit der Forschungsgruppe Wahlen Zahlen und Analysen liefert.
Ab 19.30 Uhr begrüßt ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Diana Zimmermann ihre Gäste aus allen im Bundestag vertretenen Parteien zur Berliner Runde.
Begleitet wird der Wahlabend natürlich auch online, im Live-Stream auf zdf.de und in der ZDFheute-App. Dort sind auch jederzeit alle Informationen, Statements von Bundes- und Landespolitikern, aktuelle Prognosen und Hochrechnungen abrufbar. Auf youtube.com/@ZDFheute, facebook.com/ZDFheute/ und Instagram /zdfheute/ werden die interessantesten Stimmen der Wahlgewinner und -verlierer gesammelt, dazu erfahren Nutzerinnen und Nutzer in Erklärgrafiken die spannendsten Analyseergebnisse der FGW zur Wahl.
| Sonntag | 22.03. | 19:25 Uhr | ZDF |
| Moderator | Shakuntala Banerjee | |

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