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So, 22.03.
0930 – 1000

arte

Kunstzerstörer
Das letzte Tabu der Kunstwelt

Kunst und Kultur, Deutschland 2023

Hans-Joachim Bohlmann zerstörte als Säureattentäter in den 1970er und 1980er Jahren Gemälde im Wert von mehreren 100 Millionen Euro. Sein Motiv: größtmögliche Aufmerksamkeit. Doch was treibt andere Kunstzerstörer an? Als der Exil-Iraner Tony Shafrazi - heute einer der bekanntesten Kunsthändler der Welt - 1974 Picassos Antikriegswerk "Guernica" mit Farbe besprühte, wollte er ein Zeichen gegen den Vietnamkrieg setzen. Der Performancekünstler Pierre Pinoncelli, der gleich zweimal den "Fountain" von Marcel Duchamp attackierte, erklärte seine Tat dagegen zur Kunstaktion. Doch wo verläuft die Grenze zwischen Happening und Sachbeschädigung? Ungeklärt ist dagegen eine Ölattacke auf der Berliner Museumsinsel, die 2020 stattfand und bei der rund 70 Werke beschädigt wurden. Ein spektakulärer Fall, der bis heute Rätsel aufgibt. In der zweiteiligen Dokumentation kommen unter anderem Ermittlungsbehörden, Restauratoren, Psychiater und auch Täter zu Wort und versuchen das Phänomen Kunstzerstörung zu erklären.

Personen

Fernsehregie Sascha Schmidt