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So, 08.03.
2330 – 0133

Das Erste

One of these Days

Drama, Deutschland / Vereinigte Staaten von Amerika 2020

In einer texanischen Kleinstadt bewirbt Autohändler Raymond "Bubba" Boudreaux sein jährliches PR-Event "Hands on": 20 Teilnehmende kämpfen bei dem Wettbewerb um einen nagelneuen Pick-up Chevrolet Avalanche. Dabei gewinnt die Person, die am längsten ohne Unterbrechung wach und stehend ihre Hand an den Wagen halten kann. Es gibt feste Pausen für Toilettenbesuche, Essen und kurzes Verschnaufen, doch Schlaf ist am Auto verboten. Diejenigen, die durchhalten, haben nicht nur mit der körperlichen Herausforderung zu kämpfen, sondern auch mit den psychischen Belastungen, die der Wettkampf mit sich bringt. In der Rolle der liebevollen Betreuerin tritt Joan auf, eine Mitarbeiterin des Autohauses, die sich um die Belange der Kandidatinnen und Kandidaten kümmert. Doch hinter der Fassade der stets glücklich aussehenden Frau steckt ein zutiefst einsamer Mensch, der zwischen der Pflege der dementen Mutter und der Sorge um die eigene Tochter zu zerbrechen droht. Ebenso beginnt die Fassade der Mitstreitenden im Wettbewerb zunehmend zu bröckeln. Unter der sengenden Sonne und den Augen der schaulustigen Besucher des Rummels werden aus anfangs verbalen Reibereien schließlich körperliche und bald auch psychologische Auseinandersetzungen. Dabei wird klar, dass der Gewinn des Wagens nichts weniger als die eigene Freiheit bedeutet. Es entfalten sich Drama und Spannung wie in einem Thriller - basierend auf wahren Begebenheiten.

Personen

Besetzung Carrie Preston Joan
Joe Cole Kyle
Callie Hernandez Maria
Bill Callahan Truck
Cullen Moss Chris
Lucy Faust Peggy
Jesse C. Boyd Kevin
Billy Slaughter Officer Schroeder
Regie
Drehbuch
Kamera Michael Kotschi
Musik The Notwist

Hintergrund

"One of these Days" ist eine subversive Kritik am amerikanischen Traum. Während Menschen mit ihrer Gesundheit für etwas bezahlen, das sie sich finanziell nicht leisten könnten, bieten sie den Kunden eines Autohauses eine angenehme Nachmittagsunterhaltung. Bastian Günther, der auch das Drehbuch schrieb, wurde 2021 in der Kategorie Beste Regie beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen ausgezeichnet.