Liebesfilm, Deutsche Demokratische Republik 1972
Die Mathematikerin Margit Fließer , Mitte 30, alleinstehend, zwei Kinder von verschiedenen Männern, ist eine emanzipierte Frau. Aber glücklich ist sie nicht. Ihr fehlt der Partner, Liebe und Zärtlichkeit, aber auch ein Vater für die Töchter. Sie ist entschlossen, sich den "dritten" Mann nun selbst auszusuchen, und die Erfahrungen ihres Lebens bestärken sie darin. Nach dem Tod der Mutter wurde sie Diakonissenschülerin, merkte jedoch bald, dass dies nicht ihren Vorstellungen entspricht. Sie ging an die Arbeiter- und Bauernfakultät; der Dozent Bachmann wurde ihre erste große Liebe, aber auch die noch größere Enttäuschung. Von ihm ist das erste Kind. Dann schenkte sie all ihre Liebe einem Musiker (Armin Mueller-Stahl), der blind ist. Sie heiratete ihn und bekam das zweite Kind. Doch auch diese Beziehung scheiterte. Nach Jahren des Alleinseins will sie nun den Dritten nicht dem Schicksal überlassen. Kollege Hrdlitschka ist der Auserwählte. Sie erforscht quasi sein Leben und sein Wesen. Er gefällt ihr gut und sie will ihn. Doch wie soll sie es ihm sagen.
| Besetzung | Jutta Hoffmann | |
| Barbara Dittus | Lucie | |
| Rolf Ludwig | Hrdlitschka | |
| Armin Mueller-Stahl | Blinder | |
| Bachmann | ||
| Erika Pelikowsky | Oberin | |
| Christine Schorn | Junge Frau | |
| Jaecki Schwarz | Junger Mann | |
| Klaus Manchen | Lucies Freund | |
| Walter Lendrich | Vorsitzender | |
| Fred Delmare | Mann mit Sessel | |
| Christoph Beyertt | Geistlicher | |
| Ute Garitz | Anna | |
| Tamara Doege | Dagmar | |
| Regie | ||
| Drehbuch | , | |
| Kamera | Erich Gusko | |
| Musik | Karl-Ernst Sasse | |

Ein blinder Musiker (Armin Mueller-Stahl) ist der zweite Mann im Leben der Mathematikerin Margit (Jutta Hoffmann). Doch auch der Vater ihres zweiten Kindes entpuppt sich als Egoist. Nach Jahren des Alleinseins entschließt sie sich, den "Dritten" selbst auszusuchen.
"Der Dritte" wurde 1972 in der DDR ein großer Erfolg und fand international viel Beachtung. Der Versuch einer Emanzipation in Bezug auf Gefühl, Liebe und Ehe hat in der mit leisem Humor erzählten Geschichte nicht zuletzt deshalb komische Züge, weil die Bemühungen der klugen jungen Frau in dieser Hinsicht nur mühsam vom herkömmlichen weiblichen Rollenverhalten loskommen. Damit zeichnet er zugleich ein differenziertes Frauenporträt, hervorragend nuancenreich von Jutta Hoffmann gespielt. Zu ihren Partnern gehört Armin Mueller-Stahl in der Rolle des blinden Musikers, ihres ersten Ehemannes. Nach der Erzählung "Unter den Bäumen regnet es zweimal" von Eberhard Panitz