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Fr, 27.02.
1140 – 1210

3sat

Sehen statt Hören

Folge 1683

Infomagazin, Deutschland 1975

Thema: VV-Festival Kunst-Premiere - Das erste deutsche Visual-Vernacular-Festival: Was passiert, wenn Menschen ohne Bühnenerfahrung innerhalb eines einzigen Tages eine neue Kunstform erlernen und auftreten? Zum ersten Visual-Vernacular-Festival in Deutschland sind aus ganz Europa prominente VV-Performer angereist. Vorher gab es zwei VV-Workshops. Hier treffen Neugier, Mut und Nervosität auf große Visionen. Teilnehmende aus verschiedenen Ländern lernen von renommierten VV-Künstlerinnen und -Künstlern und stellen sich ihren eigenen Zweifeln. Denn: Aus jedem Workshop darf eine Performance den Schritt auf die Bühne wagen. Zwischen Workshop, Proben und Festivalatmosphäre entsteht etwas Einzigartiges: Visuelle Geschichten, die alle erreichen. "Sehen statt Hören" begleitet die angehenden VV-Künstler und dokumentiert so eine besondere Reise. Vom Hintergrund auf die Bühne Für Petra und Tannja, zwei Freundinnen aus der Bodenseeregion, in der das Festival stattfindet, ist es ein doppelter Schritt aus der Komfortzone. Eigentlich helfen sie im Hintergrund, doch bald steht fest: Sie wollen selbst auf die Bühne. Die Nervosität wächst mit jeder Stunde. Vom Teamplayer zum Solisten Auch Miki steht vor einer besonderen Herausforderung: Er ist zwar jahrzehntelang Teil von Theaterensembles und stand schon zigmal auf der Bühne, doch allein aufzutreten - nur mit Körper, Mimik und visuellen Gebärden - das ist Neuland für ihn. Zweifel, Perfektionsansprüche und körperliche Beschwerden begleiten ihn bis kurz vor seinem Auftritt - und machen seine Entscheidung alles andere als selbstverständlich. Doch: Er traut sich alleine auf die Bühne. Profis zur Unterstützung Unterstützt werden die Teilnehmenden von internationalen VV-Künstlern und -Künstlerinnen wie Erwan und Edyta. Sie vermitteln nicht nur Techniken, sondern vor allem eine Haltung: Visual Vernacular ist Kunst, und Kunst bedeutet Freiheit. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um Klarheit, Ausdruck und den Mut, eine eigene Geschichte zu erzählen. Gelungene Premiere? Parallel dazu wächst die Spannung rund um das Festival selbst. Initiator Holger hat lange für diesen Moment gearbeitet. Nun stehen internationale Profis und mutige Neulinge gemeinsam auf einer Bühne - ein Bild, das es so in Deutschland bisher nicht gegeben hat. Ob dieser Tag mehr ist als ein einmaliges Ereignis, bleibt offen. Doch die Begeisterung nach den Auftritten lassen erahnen, dass hier etwas in Bewegung geraten ist.

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