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Neuseeland - Wald der Riesen
Landschaftsbild, Frankreich 2022
In Neuseeland existieren noch uralte Wälder - letzte Reste der riesigen Waldflächen, die einst den gesamten Archipel bedeckten. In diesen Fragmenten des Primärwaldes stehen Baumriesen, die so alt sind wie die Kathedralen Europas: Totara, Matai, Rimu, Kauri oder Rata - stumme Zeugen unzähliger Veränderungen. Rund 90 Prozent der Baumarten sind endemisch, sie kommen nur hier vor.
Mit der menschlichen Besiedlung vor kaum 700 Jahren begann der Niedergang dieser einzigartigen Lebensräume. Fläche und Stabilität der Wälder wurden drastisch reduziert. Nur wenige, inzwischen geschützte Gebiete sind erhalten geblieben - letzte Rückzugsorte der Artenvielfalt. Die mächtigen Bäume ragen bis zu 50 Meter in den Himmel. Auf ihren Ästen gedeihen Epiphyten, in ihren hohlen Stämmen leben Kolonien von Langnasenfledermäusen.
Doch können diese Bäume auch diesmal überleben? Invasive Arten, Parasiten, Waldfragmentierung - und die Folgen der Klimaerwärmung - setzen ihnen massiv zu. Aus Sorge um "ihre" Bäume kämpfen Wissenschaftlerinnen, Waldhüter und lokale Behörden für den Erhalt der Urwälder. Sie erläutern ihre Strategien zum Schutz und zur Wiederbelebung dieser wertvollen Ökosysteme.
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Susan Wiser und Larry Burrows vermessen einen riesigen Totara-Baum. Diese können über 1.000 Jahre alt werden.
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Es dauert lange, bis ein Baum wie dieser seine Größe und sein Alter erreicht hat. In einem Wald ohne ausgewachsene Bäume wäre die Biodiversität nicht vollständig.
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Bis der Mensch vor rund 700 Jahren auf Neuseeland aufmerksam wurde, war der größte Teil des Archipels noch mit Wald bedeckt.
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Ein Holzsteg führt Wanderer durch den Kauri-Wald.
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Tali und ihr Großvater machen den Maori-Gruß, nachdem sie einen Totara gepflanzt haben.
Neuseeland - Wald der Riesen