Dokumentation, Deutschland 2025
Adipositas ist längst zur globalen Herausforderung geworden: Mehr als eine Milliarde Menschen sind betroffen, Tendenz steigend. Die chronische Erkrankung erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Belastungen. Doch die Medizin steht nicht still. Mit neuartigen Medikamenten wie den GLP-1-Rezeptoragonisten, die das Sättigungsgefühl regulieren, und bahnbrechenden Methoden wie der tiefen Hirnstimulation in Mailand, die Esssucht direkt im Gehirn bekämpft, werden neue Wege beschritten.
Die Dokumentation begleitet Forschende, Ärzte und Betroffene in vier europäischen Ländern. In Mailand zeigt ein Ärzteteam, wie elektromagnetische Stimulationen die Dopamin-Ausschüttung beeinflussen und so die Kontrolle über das Essverhalten zurückgeben. In Dänemark profitiert ein Teenager von einem neuen Medikament, das ihm ermöglicht, seinen Alltag wieder aktiv zu gestalten. Gleichzeitig werden klassische Therapieansätze wie Magenoperationen weiterentwickelt - präziser und risikoärmer als je zuvor.
Doch auch die neuesten Therapien kommen nicht ohne eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten aus. Die Dokumentation fragt: Können diese Innovationen die Adipositas-Epidemie stoppen? Und welche Risiken bringen sie mit sich? Ein europäischer Blick auf eine der drängendsten Gesundheitsfragen unserer Zeit.
| Regie | John A. Kantara, Ursula Duplantier | |