Thriller, USA 1963
In einer Tierhandlung lernt die junge, wohlhabende Verlegertochter Melanie Daniels den Rechtsanwalt Mitch Brenner kennen. Weil Brenner sich über ihre Allüren lustig macht und sie zum Narren hält, beschließt Melanie, ihm einen Denkzettel zu verpassen. Mit zwei Liebesvögeln im Gepäck fährt sie an die Pazifikküste nach Bodega Bay, wo Mitch bei seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Cathy die Wochenenden verbringt. Um unbemerkt den Vogelkäfig absetzen zu können, schippert Melanie mit einem kleinen Boot über die Bucht zu Mitchs Haus. Auf der Rückfahrt wird sie von einer Seemöwe angegriffen und am Kopf verletzt. Daraufhin kann Mitch sie überreden, bis zur Geburtstagsfeier seiner Schwester zu bleiben. Sie mietet sich bei der Lehrerin Annie Hayworth ein, die sich als Mitchs einstige Geliebte herausstellt. Trotzdem findet Melanie in ihr eine Verbündete, mit der sie über Mitch und seine merkwürdig abweisende Mutter reden kann. Als Cathy am nächsten Tag ihren Geburtstag feiert, fallen plötzlich aufgeregte Vögel über die im Garten spielenden Kinder her. Nach der Attacke stellt sich nur kurz Ruhe ein, denn nun scheinen alle Vögel verrückt zu spielen: Die Hühner fressen nicht mehr, die Krähen und Möwen sammeln sich und greifen die Schulkinder an. Immer häufiger und brutaler werden die Wellen ihrer Angriffe. Einige Dorfbewohner geben Melanie die Schuld, denn mit ihr und den beiden Käfigvögeln sei das Unheil über Bodega Bay gekommen. Schließlich bleibt Melanie nur noch Zuflucht im verbarrikadierten Haus der Brenners. Doch die Vögel sammeln sich schon zum Sturm ...
Originaltitel: The Birds
| Besetzung | Rod Taylor | Mitch Brenner |
| Tippi Hedren | Melanie Daniels | |
| Jessica Tandy | Lydia Brenner | |
| Suzanne Pleshette | Annie Hayworth | |
| Veronica Cartwright | Cathy Brenner | |
| Ethel Griffies | Mrs. Bundy | |
| Regie | Alfred Hitchcock | |
| Drehbuch | Evan Hunter | |
| Kamera | Robert Burks | |
| Musik | Bernard Herrmann, Remi Gassmann, Oskar Sala | |
| Produzent | Alfred Hitchcock | |
| Andere Personen | Autoren: Daphne du Maurier, Schnitt: George Tomasini | |
Der 1963 in Cannes uraufgeführte Horrorfilm nimmt im Werk Hitchcocks eine Sonderstellung ein. Die abstrakte Perspektive der apokalyptischen Erzählung von dem scheinbar grundlosen, aggressiven Angriff der Vögel ist ein Ausnahmefall in seinem filmischen Schaffen. Bemerkenswert ist neben weiteren Spezialeffekten das einzigartige Sounddesign: Jegliche Vogelstimmen und Geräusche wurden von Oskar Sala, Pionier der elektronischen Musik, künstlich erstellt.