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Mi, 11.02.
2300 – 0030

arte

Disco Boy

Drama, Belgien/Frankreich/Italien/Polen 2023

Die beiden jungen Belarussen Alexej und Mikhail überqueren illegal die polnische Grenze. Ihr Ziel ist es, nach einer Kindheit im Waisenhaus und der Erfahrung sinnloser Gewalt ein neues Leben in Frankreich zu beginnen. Doch Mikhail überlebt die Reise nicht. In Frankreich angekommen, tritt Alexej der Fremdenlegion bei, um nach fünf Jahren Dienst Anspruch auf die französische Staatsbürgerschaft zu haben. In seinem Geburtsland wird ihn niemand vermissen - nicht einmal einen Notfallkontakt hatte er bei der Militärbehörde zu melden. Da er sich in der Grundausbildung als mutig und zäh erweist, zählt er bald zu den Ausgewählten, die als Legionär berufen werden. Unter seinem neuem Namen wird Alex nach Nigeria geschickt, um französische Geiseln aus den Händen der Rebellengruppe MEND zu befreien, einer emanzipatorischen Bewegung aus dem Nigerdelta. Während des Einsatzes wird das Dorf der Rebellen niedergebrannt und die Dorfbevölkerung von den Legionären einem qualvollen Tod überlassen. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich kann Alex weder den Geruch noch die Menschen dort vergessen. Ob auf der Straße oder der Tanzfläche der Pariser Nachtclubs - die Erinnerungen an die Rebellen und ihre hypnotisierenden Tänze lassen ihn nicht mehr los.

Personen

Besetzung Frank Rogowski Alexej
Morr Ndiaye Jomo
Udoka
Leon Lucev Paul
Matteo Olivetti Francesco
Robert Wieckiewicz Gavril
Michal Balicki Mikhail
Wahab Oladiti Oba
Salem Kisita Arafat
Regie Giacomo Abbruzzese
Drehbuch Giacomo Abbruzzese
Kamera
Musik Vitalic
Produzent Lionel Massol, Pauline Seigland
Andere Personen Schnitt: Fabrizio Federico, Ariane Boukerche, Giacomo Abbruzzese

Hintergrund

"Disco Boy" ist das Langfilmdebüt des italienischen Regisseurs Giacomo Abbruzzese und eine internationale Koproduktion zwischen Frankreich, Belgien, Italien und Polen. Die Hauptrolle spielt der bekannte deutsche Schauspieler Franz Rogowski. Der Film feierte im Wettbewerb der Berlinale 2023 Premiere. Für ihre herausragende künstlerische Leistung erhielt Kamerafrau Hélène Louvart den Silbernen Bären.