Dokumentation, Deutschland 1990
Walter Körbl, 64, ist reingeschmeckter Bauer in Remmingsheim im württembergischen Landkreis Tübingen mit einem kleinen 6-Hektar-Hof. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder, die "in der Stadt" arbeiten. Geboren und aufgewachsen ist er in Altdorf bei Karlsbad, Tschechien, auf einem großen Bauernhof, der seit Generationen in Familienbesitz war. Nach dem Krieg wurde der Hof enteignet, die Familie vertrieben.
Den Ort Altdorf gibt es 1990 nicht mehr, er war Teil eines militärischen Sperrgebiets, nur Kirche und Pfarrhaus stehen noch. Bauer Körbl will 1990 trotzdem, da die Visumspflicht aufgehoben ist, mit seinem Sohn und den zwei Töchtern nach Altdorf fahren. Er fährt ohne jeden Hauch von Revanchismus, er will nur einmal "die Markung ablaufen" und den Kindern zeigen, dass die Körbls einst reiche Bauern waren. Der Film dokumentiert das Leben des Bauern Körbl in Remmingsheim und seine Reise in die ehemalige Heimat.
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