Komödie, Frankreich / Belgien 2017
Nach dem Tod seiner Frau hat Erwan einen Job als Minenräumer in der Bretagne angenommen, um genügend Zeit zu haben, sich um seine damals neunjährige Tochter Juliette zu kümmern. Nun ist Juliette 21 Jahre alt und hochschwanger. Da es in seiner Familie eine Vorgeschichte mit genetisch übertragbaren Krankheiten gibt, begleitet Erwan seine Tochter zum Arzt, um sich selbst testen zu lassen. Das Ergebnis ist zunächst erleichternd: Die Krankheiten auf Erwans väterlicher Seite stellen für Juliettes Kind keine Gefahr dar. Erwan ist mit seinem geliebten Vater gar nicht verwandt!
Nach einem kurzen Moment der Erschütterung begibt Erwan sich auf Vatersuche. Er beauftragt eine Privatdetektivin, die ihm bald Joseph als möglichen Erzeuger präsentiert. Dieser war früher Anarchist und könnte ein flüchtiges Verhältnis mit Erwans Mutter gehabt haben. Zudem wohnt er nicht weit entfernt. Erwan nimmt Kontakt zu ihm auf und versucht, sich dem Unbekannten langsam zu nähern.
Parallel dazu hat er andere Probleme: Juliette weigert sich, ihm den Namen des Vaters ihres ungeborenen Kindes zu verraten. Und sie hat, da sie keinem etwas abschlagen kann, einen unfähigen Praktikanten in Erwans Minenräumkommando eingeschleust ...
Es ist die Begegnung mit Anna, einer temperamentvollen Ärztin, nachts auf einer Straße nach einem Wildunfall, die Erwan auf eine positive Wendung in seinem Leben hoffen lässt. Doch bei einem seiner nun regelmäßigen Besuche bei Joseph entdeckt er, dass Anna dessen Tochter ist. Aus dieser Farce sucht Erwan einen Ausweg.
Originaltitel: Ôtez-Moi D'un Doute
| Besetzung | Erwan | |
| Anna | ||
| Guy Marchand | Bastien | |
| Joseph | ||
| Alice de Lencquesaing | Juliette | |
| Didier | ||
| Lyes Salem | Madjid | |
| Detektivin | ||
| Regie | Carine Tardieu | |
| Drehbuch | Carine Tardieu, , Michel Leclerc | |
| Kamera | Pierre Cottereau | |
| Musik | ||
| Produzent | Antoine Rein, Fabrice Goldstein | |
| Andere Personen | Schnitt: Christel Dewynter | |

Bastien Gourmelon (Guy Marchand) lädt Anna (Cécile de France) zu einem Picknick ein, um Erwan zu überraschen.
Carine Tardieu, seit 2024 Trägerin des französischen Ordens der Künste und der Literatur, entwirft ein kompliziertes, vielfach gebrochenes und doch warmherziges Familienporträt. "Eine bretonische Liebe" ist der dritte Langfilm der Regisseurin und Drehbuchautorin. Die belgischen Darsteller François Damiens und Cécile de France verkörpern die beiden Protagonisten des genetischen Wirrwarrs mit viel Leichtigkeit, trotz des dramatischen Untertons, der zumindest für das Rollenfach von Damiens neu ist. Der Film lief 2017 in Cannes in der Quinzaine des Cinéastes.